25. November 2020 / Aktuell

Gewalt kommt nicht in die Tüte

Aktionen zum 25. November

Die Stadt Verl setzt sichtbare Zeichen gegen die Gewalt an Mädchen und Frauen

Gewalt gegen Frauen ist ein gravierendes Problem – auch in Deutschland: Nach der Dunkelfeldstudie ist jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen. Den Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November nimmt die Stadt Verl deshalb auf Initiative der Gleichstellungsbeauftragten Sabine Heethey auch in diesem Jahr wieder zum Anlass, um sichtbare Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen zu setzen. So sind vor dem Rathaus blaue Aktionsfahnen gehisst und das Rathaus wird orange angestrahlt. Außerdem machen Brötchentüten unter dem Motto „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ auf den Tag aufmerksam.

Die Fahnenaktion findet bereits zum dritten Mal in Verl statt. Eine Woche lang, vom 23. bis 29. November, wehen vor dem Rathaus drei blaue Fahnen mit dem Slogan »Frei leben – ohne Gewalt«. Am 25. November wird das Rathaus diesmal zusätzlich orange angestrahlt. Die Stadt beteiligt sich damit an der UN-Kampagne »Orange the World«, bei der aus Solidarität mit betroffenen Frauen weltweit Gebäude orangefarben beleuchtet werden. »Auch und gerade in der Corona-Pandemie ist häusliche Gewalt ein Problem. Faktoren wie Geldsorgen, Probleme mit der Arbeit und der Kinderbetreuung sowie strenge Kontaktbeschränkungen können in Familien zu starken Belastungen führen. Aus diesem Grund ist es uns in diesem Jahr besonders wichtig, den Blick noch stärker auf das Thema zu lenken«, sagt Sabine Heethey.

Deshalb beteiligt sich die Stadt Verl auch an der kreisweiten Kampagne »Gewalt kommt nicht in die Tüte« im Rahmen von »Orange the world«. Dafür wurden tausende Brötchentüten an die teilnehmenden Bäckereien verteilt, um die Kundinnen und Kunden für das Thema zu sensibilisieren und gleichzeitig für Betroffene Wege der Hilfe und Unterstützung aufzuzeigen. So ist auf der Brötchentüte die Nummer des Hilfetelefons »Gewalt gegen Frauen« abgedruckt. In Verl konnte Sabine Heethey die Bäckerei Schumacher, das Backhaus Liening, Goeken Backen und die Bäckerei Böwingloh zum Mitmachen bewegen.

»Ich finde es ganz toll, dass die Bäckereien vor Ort unsere Aktion unterstützen und ihren Teil dazu beitragen, das Thema Gewalt gegen Frauen aus der Tabuzone zu holen. Denn häusliche Gewalt ist keine Privatsache. Es ist ganz wichtig, dass zum Beispiel Nachbarn oder auch andere außenstehende Personen hinschauen und gegebenenfalls einschreiten, wenn Hilfe notwendig ist«, so die Verler Gleichstellungsbeauftragte. Die Brötchentütenaktion wird initiiert von der Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Gütersloh und dem Club Soroptimist International Gütersloh.

Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen wird seit 1960 jedes Jahr begangen. Die Vereinten Nationen riefen den Jahrestag nach der Ermordung von drei Frauen in der Dominikanischen Republikaus, um insbesondere staatliche Akteure an ihre Verantwortung für den Schutz von Mädchen und Frauen zu erinnern.

Bildzeile:
Gleichstellungsbeauftragte Sabine Heethey und Bürgermeister Michael Esken stellen die Brötchentüten- Aktion anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November vor.

Foto: ©Stadt Verl

(Pressemitteilung der Stadt Verl)

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