5. Juni 2019 / Allgemein

Bunte Blütenpracht am Straßenrand

Bauhof legt Staudenbeete an

Wenn gerade kein Auto vorbeifährt, ist es deutlich zu hören: das Brummen und Summen von Biene, Hummel und Co. in den Staudenbeeten am Westfalenweg und am Busbahnhof. Die üppig blühenden Beete sind nämlich nicht nur ein schöner Hingucker für Passantinnen und Passanten, sondern bieten den Insekten eine wichtige Nahrungsquelle. Im Laufe der Zeit wird diese neue Form des Straßenbegleitgrüns immer häufiger im Stadtgebiet zu sehen sein: „Wir wollen in den nächsten Jahren überalterte Pflanzungen und auch Neuanlagen mit solchen Staudenmischungen in ganzjährig optisch und ökologisch attraktives Grün umwandeln“, erläutert Martin Irmer vom Tiefbauamt, zuständig für die städtischen Grünflächen und Leiter des Bauhofes.

Hunderte von Bienen, Hummeln und anderen Insekten tummeln sich derzeit auf solchen Flächen, um Nahrung zu sammeln. Später werden die vertrockneten Samenstände der Pflanzen dann zum begehrten Winterfutter für Singvögel. Die Auswahl der Stauden ist keineswegs zufällig: Sie orientiert sich an den standorttypischen Besonderheiten und wird hierauf abgestimmt. Bereits im zeitigen Frühjahr blühen in den Beeten die ersten Zwiebelpflanzen wie Krokus, Hyazinthe und Wildtulpe, die anschließend von den zu verschiedenen Zeiten bis in den Herbst blühenden Stauden abgelöst werden. Zurzeit sind in den Beeten vor allem die großen roten Mohnblüten, der blaue Salbei und die gelbe Scharfgabe schöne Farbtupfer. Im Winter werden Gräser für eine attraktive Optik sorgen.

„Die Abdeckung der Neupflanzungen mit Schottersteinen hat übrigens nichts mit den vielfach zurecht kritisierten pflanzenfreien steinernen Vorgärten in so manchem Privatgarten zu tun“, betont Martin Irmer. Stattdessen dient sie dazu, unerwünschte Wildkräuter zu unterdrücken und so den Pflegeaufwand für die Beete zu reduzieren. Nach spätestens zwei Jahren werden die Beete vollständig zugewachsen sein, so dass der Schotter dann nicht mehr sichtbar sein wird.

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