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Handarbeitsgruppe der kfd strickt Babypuschen

Handarbeitsgruppe der kfd strickt Babypuschen

Handarbeitsgruppe der kfd strickt Babypuschen
Herzlich willkommen, Baby! Wenn in Verl ein Kind zur Welt kommt, macht eine Mitarbeiterin des
Jugendamtes im Rahmen der Frühen Hilfen einen Begrüßungsbesuch in der Familie und informiert die
Eltern über familienrelevante Themen und Angebote. Neben der Informationsbroschüre „Verler
Elternbegleiter“ bekommt jede Familie auch ein besonderes Geschenk für das Baby: niedliche Puschen,
handgestrickt von Monika Brinkmann, Elisabeth John und Marlies Sagemüller von der
Handarbeitsgruppe der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) Kaunitz.
„Wir freuen uns, dass wir die Handarbeitsgruppe für dieses Projekt gewinnen konnten. Denn die Geburt
eines Kindes ist für die Eltern immer einzigartig und das Geschenk der Stadt soll eine besondere
Wertschätzung für das Baby sein“, sagt Tanja Riewenherm, Netzwerkkoordinatorin der Frühen Hilfen
und zuständig für die Willkommensbesuche. Die ersten selbstgestrickten Babypuschen sind bereits an
Familien überreicht worden. „Die neuen Geschenke kommen sehr gut an. Die Eltern können sich aus
einer bunten Auswahl an Babypuschen ein Paar heraussuchen. Jedes Paar ist ein Unikat“, erläutert
Tanja Riewenherm.
Die Handarbeitsgruppe der kfd Kaunitz wurde vor 27 Jahren gegründet und besteht aus insgesamt 16
Mitgliedern. Ehrenamtlich wird fleißig gestrickt, gehäkelt und gestickt. Die fertigen Produkte werden dann
insbesondere auf dem Basar „Novemberlichter“ in Kaunitz verkauft. „Die Einnahmen werden für soziale
und kirchliche Projekte gespendet, zum Beispiel für das Kinderhospiz in Bethel oder für die Gestaltung
des Friedhofs“, erklärt Marlies Sagemüller. Zudem nehmen die Frauen auch Aufträge für Geschenke zur
Geburt, zur Kommunion und anderen Festen entgegen. Die Gruppe trifft sich immer dienstags von 14 bis
16.30 Uhr im Kaunitzer Pfarrheim. „Interessierte Helferinnen sind herzlich willkommen“, betont Marlies
Sagemüller.
„Insgesamt stoßen die Willkommensbesuche für Neugeborene auf eine positive Resonanz. Im
vergangenen Jahr wurden 85 Prozent der neugeborenen Babys besucht“, berichtet Jugendamtsleiter
Patrick Bullermann. Der Besuch ist ein freiwilliges Angebot. Über den Termin wird die Familie vorab
informiert, und wer den Besuch nicht möchte, kann selbstverständlich absagen. „Nur wenige Eltern
möchten keinen Besuch. Es gibt zwar sicherlich noch einige Vorbehalte und Unsicherheiten, wenn die
Eltern erfahren, dass das Jugendamt kommt. Aber eventuelle Sorgen oder Ängste lösen sich im
Gespräch sehr schnell auf“, so Tanja Riewenherm. Und Patrick Bullermann betont: „Die Besuche dienen
nicht der Kontrolle. Sie stellen lediglich ein freiwilliges, kostenloses Informationsangebot dar.“
Die Frühen Hilfen, zu denen der Willkommensbesuch gehört, sind niedrigschwellige Angebote wie Spielund
Krabbelgruppen, Elterncafés, Babyschwimmen und ähnliches für alle (werdenden) Familien und ihre
Kinder im Alter bis drei Jahre. Ziel ist es, Eltern bedarfsgerechter zu fördern, zu unterstützen und
Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern frühzeitig zu stärken.
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