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Neues pädagogisches Konzept

Neues pädagogisches Konzept

Da bekamen die Kinder große Augen: Eben noch hatten sie Lieselotte Quetschkommode auf der Leinwand gesehen – und kaum war der kurze Musikfilm zu Ende, stand sie plötzlich leibhaftig vor den Mädchen und Jungen. „Ich suche Verl“, erklärte sie mit dem Kinderstadtplan in der Hand. „Hier ist Verl!“, schallte es ihr lauthals entgegen. „Die ganze Welt ist Verl“, rief sogar ein kleiner Junge. Die Stadt Verl spielerisch zu erkunden, das ist das Ziel des pädagogischen Musiktheaters, das Lieselotte Quetschkommode alias Astrid Hauke im Auftrag der Stadt in die städtischen Kindertageseinrichtungen bringt.

„Musik ist der beste Botschafter“, weiß die Sängerin und Liedermacherin. Daher bildet auch der von ihr komponierte, getextete und gesungene Song „Verl, ein guter Grund“, der beim Weltkindertag 2017 Premiere gefeiert hat, den Einstieg in ihren Besuch. Und zwar auf der Leinwand, denn im Sommer hat Astrid Hauke dazu ein Video produziert, in dem sie zu Fuß, auf dem Fahrrad und im Cabrio durch Verl fährt und lauter Plätze aufsucht, die zeigen, wie schön es in Verl ist und was es in der Stadt alles gibt. Auch in einem Feuerwehrauto durfte sie mitfahren. „Die Passanten waren ziemlich irritiert, als sie das Feuerwehrauto ohne Martinshorn durch die Stadt fahren sahen und Lieselotte Quetschkommode aus dem Fenster winkte“, erinnert sie sich lachend an die Dreharbeiten Ende Mai. Einen großen Part nehmen auch Szenen ein, in denen Kinder der Kita Abenteuerland Sende-Brisse mitspielen.  

Viele Plätze und Einrichtungen erkannten die Kinder beim Betrachten des Videos sofort. Und als Lieselotte zur Ukulele griff, das Lied noch einmal anstimmte und alle zum Mitsingen einlud, machten die Mädchen und Jungen begeistert mit. Bewegung war dabei ebenfalls gefragt, denn den Refrain hat die Sängerin mit Gebärden unterlegt und die gingen den Kindern schnell ganz leicht von der Hand. „Verliebt in unsere Stadt, hier kennen wir uns bestens aus“, heißt es unter anderem im Refrain.

Zur Premiere des Programms in der Kita Abenteuerland war Lieselotte Quetschkommode aber nicht allein gekommen: Auch Bürgermeister Michael Esken war diesmal mit von der Partie und erzählte, was die Stadt so alles für ihre Bürgerinnen und Bürger macht. „Wir möchten Kindern die Stadt Verl auf spielerische Weise näher bringen“, sagte Esken. Lied und Film seien Mosaiksteine einer Art modernen Heimatkunde, die auch ein Teil Stadtmarketing sei. Und Lieselotte Quetschkommode ergänzte: „Wir möchten die Kinder auch dafür sensibilisieren, wie schön es in Verl ist und wie gut wir es hier alle haben.“ Ein gutes Gefühl für die Heimatstadt also – und damit Heimatbewusstsein im besten Sinne.

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