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Stadt Verl freut sich über European Energy Award in Gold

Hohe Auszeichnung für die Stadt Verl: In einer Feierstunde im schweizerischen Locarno hat eine Delegation aus Politik und Verwaltung den European Energy Award (EEA) in Gold entgegen genommen. Verl beteiligt sich seit 2007 an dem Programm – seinerzeit auf Anregung von SPD-Ratsfrau Doris Clasbrummel – und hatte im Jahr 2010 bereits den Silberstatus erreicht, der 2014 bestätigt wurde. Jetzt gab es mit Gold die höchste Stufe. Punkten konnte die Stadt vor allem mit der erheblichen CO2- Einsparung durch das immer weiter wachsende Fernwärmenetz sowie zum Beispiel mit der vorbildlichen Öffentlichkeitsarbeit im Klimaschutz.

Als Vertreter der Stadt Verl waren stellvertretender Bürgermeister Josef Dresselhaus, Beigeordneter Thorsten Herbst, Klimaschutzmanager Dr. Fabian Humpert und Hans-Peter Jakobfeuerborn als Vorsitzender des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses in die Schweiz gereist – selbstverständlich klimaschonend mit der Bahn. Bürgermeister Michael Esken konnte aus terminlichen Gründen leider nicht teilnehmen, freut sich aber sehr über die Würdigung der Klimaschutzaktivitäten in Verl: „Der Preis in Gold ist eine tolle Bestätigung für unser Bemühen, auf lokaler Ebene unseren Beitrag zum globalen Klimaschutz zu leisten. Gleichzeitig sehen wir die Auszeichnung auch als Ansporn, weiter zu machen und noch mehr zu tun“, sagt er.

Der European Energy Award ist ein internationales Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsinstrument für kommunalen Klimaschutz, das bereits seit mehr als zehn Jahren zahlreiche Kommunen in Deutschland und Europa auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz unterstützt. Die Teilnehmer entscheiden sich dafür, ein sichtbares Zeichen für ihr kommunales Engagement bei Klimaschutz und Energieeffizienz zu setzen – und ganz praktisch und nachhaltig davon zu profitieren. Neben Verl wurden bei der Preisverleihung in Locarno fünf weitere deutsche Städte erstmals mit Gold ausgezeichnet. Vier Kommunen wurden rezertifiziert, das heißt der Goldstatus wurde bestätigt.

In Nordrhein-Westfalen ist die Förderung für die EEA-Teilnahme zwar ausgelaufen, Verl will aber dennoch weiter am Programm teilnehmen. Zu den Fördermaßnahmen gehörte zum Beispiel, dass ein Teil der Beratungskosten für die Kommunen übernommen wurde. Das fällt nun in NRW weg. „Aber der Klimaschutz ist für uns ein zu wichtiges Thema, um es von Förderungen abhängig zu machen“, betont Esken. Deshalb wird auch ohne Förderung die Rezertifizierung in vier Jahren angestrebt. „Den Goldstatus zu verteidigen ist durchaus eine große Herausforderung, da die Anforderungen an die Kommunen in der nächsten Zertifizierungsrunde deutlich steigen werden. So müssen zum Beispiel neue Themenfelder wie Mobilität noch viel stärker bespielt werden“, erläutert Dr. Fabian Humpert.

Bildzeile:
EEA-Präsident Helmut Strasser (links im Bild) überreichte die Urkunde für den European Energy Award in Gold an (v. l.) stellvertretenden Bürgermeister Josef Dresselhaus, Klimaschutzmanager Dr. Fabian Humpert, Beigeordneten Thorsten Herbst und Hans-Peter Jakobfeuerborn (Vorsitzender des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses).

Foto: © Danilo Wyder

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