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Tipps zum Schutz vor Überflutungen bei Starkregen

Der Sommer ist da und schon sind die ersten Gewitter mit Starkregen unterwegs. Bereits im Mai wurde das Verler Stadtgebiet von einem Starkregen mit teilweise mehr als 80 Litern pro Quadratmeter getroffen. Dabei kam es in Teilbereichen zu einer Überflutung von Straßen und zur Überlastung des Kanalnetzes. Einige Keller wurden aufgrund fehlender oder nicht ordnungsgemäß funktionierender Rückstausicherungen überflutet und mussten von der Feuerwehr leergepumpt werden. Daher gibt der Fachbereich Tiefbau der Stadt einige Tipps zum Schutz vor Überflutungen.

Sollten Entwässerungseinrichtungen im Keller vorhanden sein, zum Beispiel Bodenabläufe, Waschbecken oder Toiletten, ist es wichtig zu prüfen, ob diese gegen Rückstau gesichert sind. Ist keine funktionsfähige Rückstausicherung vorhanden, kann es bei einem Rückstau zu erheblichen Schäden durch den Austritt von Abwasser kommen.

Es gibt prinzipiell zwei verschiedene Varianten, um sich gegen Rückstau zu sichern: zum einen durch den Einbau einer Abwasserhebeanlage, zum anderen durch eine selbstschließende Rückstausicherung. Welche Sicherungsanlage geeignet ist, hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab. Außerdem sind Rückstausicherungen regelmäßig durch einen Fachmann zu warten, um eine ordnungsgemäße Funktion zu gewährleisten.

In bestehenden Gebäuden müssen individuelle Lösungen gefunden werden, die in einigen Fällen zu erheblichen Kosten führen können. Bei Neubauvorhaben ist die ordnungsgemäße Rückstausicherung direkt bei der Bauausführung vorzusehen. Fragen zu diesem Thema beantworten die Sanitärfachbetriebe.

Durch Starkregen kann es außerdem zum Eindringen von Niederschlagswasser in tiefer liegende Räume von außen kommen. Auch hier sollten entsprechende Sicherungsmaßnahmen vorgenommen werden. Es ist daher ratsam, die Höhenlage von Lichtschächten, Kellerzugängen und Tiefgaragenzufahrten zu prüfen und gegebenenfalls bauliche Sicherungen vorzunehmen.

Darüber hinaus sollte der Versicherungsschutz des Gebäudes überprüft werden. Denn in vielen Fällen sind Schäden, die durch Rückstau und Überflutung entstehen, nicht versichert.

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