11. Februar 2022 / Aus aller Welt

Baby zu Tode geschüttelt - fast acht Jahre Haft für Vater

Der Vater eines kleines Mädchens muss ins Gefängnis, weil er es in Wut zu Tode geschüttelt haben soll. Das Gericht befand den 30-Jährigen des Totschlags und fahrlässiger Körperverletzung für schuldig.

Der Angeklagte (vorne links) sitzt im Gericht.

Das Landgericht Hamburg hat einen Vater, der sein Baby zu Tode geschüttelt hat, am Freitag zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren und neun Monaten verurteilt.

Der 30-Jährige sei des Totschlags und der fahrlässigen Körperverletzung schuldig, sagte der Vorsitzende Richter Matthias Steinmann. Der Angeklagte sei am 15. Mai 2021 im Badezimmer mit dem Kind auf dem Arm gestolpert, dies habe sich dabei schwer am Kopf verletzt. Da habe er seine Tochter in Wut über sich selbst geschüttelt. Das sei keine Hilfe im Sinne von Wachrütteln gewesen. «Er hat ihren Tod billigend in Kauf genommen.» Das Mädchen starb eine Woche später im Alter von nur zwölf Wochen.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von zwölf Jahren für den nicht vorbestraften Deutschen gefordert. Der Verteidiger ging nicht von einem Tötungsvorsatz aus. Der Vertreter der Nebenklägerin, die Mutter des Kindes, hatte sich dem Standpunkt des Verteidigers angeschlossen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.


Bildnachweis: © Marcus Brandt/dpa Pool/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Tote bei Gewalttaten im Umfeld von Hochschulen in den USA
Aus aller Welt

Zwei Schauplätze, Tausende Kilometer voneinander entfernt: In den USA sind mehrere Menschen Gewalttaten auf oder nahe dem Campus von Universitäten zum Opfer gefallen.

weiterlesen...
Journalist und Sprachkritiker Wolf Schneider gestorben
Aus aller Welt

Was ist gutes Deutsch? Wolf Schneider hatte in seinen Büchern die Antwort parat. Er zählte zu den bekanntesten Journalisten des Landes, bildete Generationen von Medienschaffenden aus. Nun ist er gestorben.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Verbreitung akuter Atemwegserkrankungen außergewöhnlich hoch
Aus aller Welt

Die Grippewelle in Deutschland hat dieses Mal früh begonnen. Doch auch andere Atemwegserkrankungen führen zu auffällig vielen Arztbesuchen, meldet das RKI.

weiterlesen...
Steigende Energiepreise machen Tierbestattungen teurer
Aus aller Welt

Nach dem Tod eines geliebten Haustieres entscheiden sich viele Besitzer, das Tier einäschern und bestatten zu lassen. Auch dort machen sich inzwischen Preissteigerungen bemerkbar.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Verbreitung akuter Atemwegserkrankungen außergewöhnlich hoch
Aus aller Welt

Die Grippewelle in Deutschland hat dieses Mal früh begonnen. Doch auch andere Atemwegserkrankungen führen zu auffällig vielen Arztbesuchen, meldet das RKI.

weiterlesen...
Steigende Energiepreise machen Tierbestattungen teurer
Aus aller Welt

Nach dem Tod eines geliebten Haustieres entscheiden sich viele Besitzer, das Tier einäschern und bestatten zu lassen. Auch dort machen sich inzwischen Preissteigerungen bemerkbar.

weiterlesen...