Spatz, Meise, Amsel oder Star - welche Vögel sind im Winter hierzulande zu beobachten? Das wollen Naturschutzverbände wissen und bitten dabei die Bevölkerung um Mithilfe. Bei der «Stunde der Wintervögel» können Interessierte von Freitag bis Sonntag (10.-12. Januar) eine Stunde lang die Vögel im Garten, im Park oder vor dem Fenster zählen und melden. Die Fachleute vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in Berlin und dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) in Bayern erhoffen sich dadurch Erkenntnisse über langfristige Veränderungen in der Vogelwelt. Die Mitmachaktion wurde dem LBV zufolge 2006 in München ins Leben gerufen, bundesweit gibt es sie seit 15 Jahren. Im vergangenen Jahr beteiligten sich nach Nabu-Angaben rund 130.000 Menschen. Interessant sei unter anderem, welche nordischen Gäste sich an den Futterstellen zeigten, sagte LBV-Expertin Angelika Nelson. In manchen Jahren ziehen Arten wie Erlenzeisig oder Bergfink in großen Gruppen nach Deutschland, wenn Schnee und Kälte es ihnen in den nordischen Ländern zu ungemütlich machten. Beobachten lasse sich mitunter auch, dass Zugvögel wie Star und Hausrotschwanz zum Teil im Winter gar nicht mehr in den Süden aufbrechen und stattdessen hierzulande überwinterten. Bei der Mitmachaktion geht es den Naturschutzverbänden zufolge nicht um die absoluten Zahlen, da diese mit statistischen Fehlern behaftet sein können. Vielmehr gehe es um langfristige Trends - und darum, Menschen für die heimische Vogelwelt zu begeistern. «Nur was man kennt, will man auch schützen», sagte Nelson.Überraschende Gäste am Futterhäuschen?
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Bevölkerung soll für den Naturschutz Vögel zählen
Einmal im Jahr nehmen sich Tausende Menschen eine Stunde Zeit, um Vögel zu beobachten. Nicht nur für Fachleute sind die dabei gewonnenen Erkenntnisse wertvoll.
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