Wenige Tage vor dem amerikanischen Fest Thanksgiving hat US-Präsident Joe Biden in einer traditionellen Zeremonie zwei Truthähne begnadigt. Damit blieb den beiden Vögeln das Schicksal vieler Artgenossen an diesem Feiertag erspart. Die Truthähne, die Biden am Montag bei strahlendem Sonnenschein auf der Südwiese des Weißen Hauses vor dem Tod bewahrte, heißen «Chocolate» und «Chip». Er werde es kurz halten, sagte ein gut gelaunter Biden mit Blick auf niedrige Temperaturen von rund fünf Grad. «Niemand mag es, wenn sein Truthahn kalt wird», scherzte der Präsident etwas doppeldeutig. «Chocolate» sitze gern in der Sonne und «Chip» möge Basketball und Barbecue, sagte er. Die Vögel schnatterten während der Zeremonie mehrfach - aber als Biden einem von ihnen das Mikrofon vorhielt, blieb dieser still. An Thanksgiving wird in amerikanischen Familien traditionell Truthahn serviert. Die Begnadigung von Truthähnen durch den US-Präsidenten hat lange Tradition. Seit dem 19. Jahrhundert erhält die Präsidentenfamilie vor dem Feiertag einen besonders prächtigen Truthahn. Präsident Abraham Lincoln (1861 bis 1865) soll nach Angaben des Weißen Hauses auf Bitten seines Sohnes das erste Mal eines der Tiere begnadigt haben. Unter Präsident George Bush senior wurde die Truthahn-Begnadigung 1989 festes Ritual. Thanksgiving (Erntedank) wird in den USA am kommenden Donnerstag gefeiert.
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Biden begnadigt Truthähne «Chocolate» und «Chip»
Zum Erntedankfest gehört in den USA ein fetter Truthahnbraten unbedingt dazu. Doch für ein Ritual ganz anderer Art hat einst der Sohn von Abraham Lincoln den Anstoß gegeben.
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