1. Januar 2026 / Aus aller Welt

Brand in der Schweiz: Kerzen oder Feuerwerk als Auslöser?

Wie ist es zu der verheerenden Tragödie bei einer Silvesterparty in der Schweiz mit Dutzenden Toten gekommen? Zwei Besucherinnen berichten.

Die betroffene Bar ist wegen der Ermittlungen abgesperrt.
von dpa

Nach dem verheerenden Brand bei einer Silvesterfeier in Crans-Montana in der Schweiz wird über Kerzen oder einen Feuerwerkskörper als mögliche Auslöser spekuliert. Zwei Augenzeuginnen sagten dem französischen Sender BFMTV, das Feuer sei durch Kerzen verursacht worden. Der italienische Botschafter in der Schweiz spekulierte über einen Feuerwerkskörper. «Wir können dazu keine Angaben machen», sagt Daniel Imboden, Sprecher der Kantonspolizei. «Wie immer wird in alle möglichen Richtungen ermittelt.»

Nach Angaben der Behörden kamen bei dem Brand in den frühen Morgenstunden des Neujahrstages mehrere Dutzend Menschen ums Leben. Rund 100 weitere Menschen seien größtenteils schwer verletzt worden. Sie wurden mit Hubschraubern in umliegende Krankenhäuser gebracht. 

Augenzeuginnen berichten von Panik

Zwei junge Französinnen, die nach eigenen Angaben in der betroffenen Bar «Le Constellation» gefeiert hatten, sagten dem französischen Sender BFMTV, es habe in der Bar Kerzen in Champagnerflaschen gegeben. Eine davon sei zu nah an die Decke gekommen, die dann Feuer gefangen habe. Der Brand habe sich innerhalb von Sekunden ausgebreitet. Die Decke sei aus Holz gewesen, zitierte der Sender die Frauen, deren Namen er mit Emma und Albane angibt. In der Bar sei Panik ausgebrochen.

Der italienische Botschafter Gian Lorenzo Cornado sagte, ein Feuerwerkskörper habe das Feuer womöglich ausgelöst. Er war nach eigenen Angaben vor Ort, um zu prüfen, ob unter den Opfern Landsleute waren. Ihm habe die Polizei 40 Todesopfer genannt. Diese Zahl bestätigt die Kantonspolizei offiziell nicht. 

Die ermittelnde Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud wollte sich bei einer Pressekonferenz am Vormittag ebenfalls noch nicht zu möglichen Ursachen des Brandes äußern. Sie stellte aber klar, dass ein Anschlag auszuschließen sei.


Bildnachweis: © Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa
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