5. Juli 2024 / Aus aller Welt

Deutsche Schüler geraten beim Radeln über die Alpen in Not

Vom bayerischen Furth bis an die Adria soll die ambitionierte Tour von Schülern und Lehrern gehen. Auf über 2.000 Metern geht es wegen der Schneelage aber nicht mehr weiter. Ein Notruf wird abgesetzt.

Die Bergrettung von Mayrhofen im Zillertal rückte aus, um die Jugendlichen in Sicherheit zu bringen. (Foto: Archiv)
Veröffentlicht am 5. Juli 2024 um 17:44 Uhr von dpa

Eine bayerische Schülergruppe ist bei einer Rad-Überquerung der Alpen in gefrorenen Schnee geraten und mit einem Helikopter gerettet worden. Wie die österreichische Polizei mitteilte, waren die elf Schülerinnen und Schüler eines Gymnasiums im niederbayerischen Furth am Dienstag zu der Tour aufgebrochen, die sie an den Adria-Badeort Jesolo in Italien führen sollte. 

Begleitet von sieben Erwachsenen, darunter eine Lehrerin und ein Lehrer, wollten die Jugendlichen am Donnerstag über das knapp 2.700 Meter hohe Heilig-Geist-Jöchl von Österreich nach Italien gelangen. Auf der Aufstiegsroute lag ein halber Meter Schnee, sodass sie ab etwa 2.000 Meter ihre Fahrräder tragen mussten.

Nachdem sie den höchsten Punkt erreicht hatten, brach der Gruppenleiter aufgrund der Erschöpfung der Gruppenmitglieder und der Schneelage die Tour ab und alarmierte die Einsatzkräfte. Die 18 Menschen wurden unverletzt mit einem Polizeihubschrauber geborgen. Sie wurden auf einer Alm abgesetzt, wo sie von der Bergrettung Mayrhofen ins Zillertal geführt wurden.

Wie aus Online-Postings hervorgeht, hatten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv auf die mehr als 500 Kilometer lange Tour mit rund 10.500 Höhenmetern vorbereitet. 

 


Bildnachweis: © Frank Kleefeldt/dpa
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