1. April 2024 / Aus aller Welt

DFB und Adidas stoppen Verkauf von Trikot mit Nummer 44

Über eine bestimmte Rückennummer beim neuen Nationaltrikot wird diskutiert. Hersteller Adidas und der Deutsche Fußball-Bund reagieren.

Das Design der Nummer 4 auf den Trikots der deutschen Nationalmannschaft soll geändert werden.
von dpa

Sportartikelhersteller Adidas und der Deutsche Fußball-Bund haben auf Kritik am Design einer Nummer des neuen Trikots der Nationalmannschaft reagiert und den Verkauf entsprechend angepasst. Die Rückennummer 44 erinnert an die Runen der Schutzstaffel SS aus der Zeit des Nationalsozialismus.

Im Adidas-Store war eine Personalisierung der Trikots mit eigenem Namen und Nummer am Mittag nicht mehr möglich, der DFB stoppte die Auslieferung von bestellten Kombinationen mit der 44 im eigenen Onlineshop.

Zuvor hatten ein Journalist auf X und anschließend auch die «Bild» über die Adidas-Pläne berichtet. In den sozialen Medien war die Kombination aufgefallen, viele Menschen beteiligten sich an der Diskussion. «Für das Design der Namen und der Nummern zeichnet der DFB mit seinem Partner 11teamsports verantwortlich», sagte Adidas-Sprecher Oliver Brüggen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Bestimmte Namen mit Bezug zum Nationalsozialismus konnten bei Adidas und beim DFB bereits zuvor grundsätzlich nicht bestellt werden. «Das entspricht nicht unseren Richtlinien für die Personalisierung. Bitte versuch’s mit etwas anderem», erschien bei Adidas als Hinweis bei einer entsprechenden Auswahl.

Design der Nummer 4 soll geändert werden

Nach Angaben des Verbandes soll nun gemeinsam mit 11teamsports ein alternatives Design für die Zahl 4 entwickelt werden. Der DFB bestätigte einen entsprechenden Bericht der «Bild» und verwies darauf, dass er die Nummern 0 bis 9 prüfe, die Zahlen 1 bis 26 reiche er dann zur Prüfung bei der Europäischen Fußball-Union UEFA ein. Bei beiden Prüfungen habe es keine Beanstandungen gegeben.

«Bei Adidas arbeiten Menschen aus rund 100 Nationen, unser Unternehmen steht für die Förderung von Vielfalt und Inklusion, und wir setzen uns als Unternehmen aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Gewalt und Hass in jeder Form ein», sagte Brüggen. «Alle Versuche, spaltende oder ausgrenzende Ansichten zu fördern, sind nicht Teil unserer Werte als Marke.» Das Unternehmen weise «alle Andeutungen, dass dies unsere Absicht war, entschieden zurück».

Das neue Trikot war kurz vor den beiden Länderspielen in Frankreich (2:0) und gegen die Niederlande (2:1) vorgestellt worden. Begleitet worden war die Kampagne von Werbespots, die auf sehr positive Resonanz gestoßen waren.


Bildnachweis: © Christian Charisius/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Rollator-Club trifft sich wieder am 28. November
Stadt Verl

Unter dem Motto „Bewegung ist die beste Medizin“ trifft sich regelmäßig an jedem 2. und 4. Freitag im Monat der...

weiterlesen...
Umweltkalender für das Jahr 2026
Stadt Verl

Der Verler Umweltkalender für das Jahr 2026 wird im Laufe dieses Monats per Post an alle Haushalte verteilt. Die...

weiterlesen...
Sprechstunde des Bürgermeisters am 4. Dezember
Stadt Verl

Zu seiner nächsten Bürgersprechstunde lädt Bürgermeister Robin Rieksneuwöhner am Donnerstag, 4. Dezember, ein. In...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Cable Car in San Francisco stoppt abrupt: 15 Verletzte
Aus aller Welt

Sie sind eine der beliebtesten Touristenattraktionen von San Francisco und gelten als recht sicher. Doch beim plötzlichen Anhalten einer der berühmten Trambahnen werden viele Passagiere verletzt.

weiterlesen...
Selbsthilfe im Slum: nicht auf weiße Retter warten
Aus aller Welt

Für Kennedy Odede ist Kenias größter Slum Kibera kein Symbol für Hoffnungslosigkeit, sondern für Potenzial. Der Sozialunternehmer ist hier selbst in Armut aufgewachsen. Nun mobilisiert er Selbsthilfe.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Cable Car in San Francisco stoppt abrupt: 15 Verletzte
Aus aller Welt

Sie sind eine der beliebtesten Touristenattraktionen von San Francisco und gelten als recht sicher. Doch beim plötzlichen Anhalten einer der berühmten Trambahnen werden viele Passagiere verletzt.

weiterlesen...
Selbsthilfe im Slum: nicht auf weiße Retter warten
Aus aller Welt

Für Kennedy Odede ist Kenias größter Slum Kibera kein Symbol für Hoffnungslosigkeit, sondern für Potenzial. Der Sozialunternehmer ist hier selbst in Armut aufgewachsen. Nun mobilisiert er Selbsthilfe.

weiterlesen...