Bei einem durch Brandstiftung ausgelösten Feuer in einem Wohnhaus der nordspanischen Stadt Miranda de Ebro sind drei Frauen ums Leben gekommen und zwei Kinder verletzt worden. Es handele sich um einen weiteren Fall geschlechtsspezifischer Gewalt, sagte Spaniens Innenminister Fernando Grande-Marlaska im Fernsehen. Bei dem Verdächtigen handelt es sich Medienberichten zufolge um den früheren Partner einer der drei Frauen, der wegen Entführung und sexuellen Missbrauchs vorbestraft sei. Der Mann habe sich gestellt, als er erfahren habe, dass nach ihm gefahndet werde, sagte ein Sprecher der Polizei. Er streite ab, die Tat am Dienstagabend begangen zu haben, bei der neben seiner Ex-Partnerin auch deren Mutter und eine Nachbarin ums Leben kamen. Grande-Marlaska sagte, der Mann sei vor Jahren im Viogén-System, einer Datenbank für Gewalt gegen Frauen erfasst gewesen. Inzwischen sei dieser Eintrag jedoch wegen des zeitlichen Abstands nicht mehr aktiv gewesen. Die Zahl der registrierten Todesfälle von Frauen durch geschlechtsspezifische Gewalt seit Jahresbeginn wurde bis zu dem Brand in Miranda de Ebro mit zehn angegeben. Solche Gewalt meist von Männern gegen Frauen wird in Spanien sehr ernst genommen. Es gibt eine spezielle Staatsanwaltschaft für die Verfolgung der Taten.
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Drei Frauen tot: Spanier wegen Brandstiftung festgenommen
Drei Frauen sterben, zwei Kinder werden verletzt: Ein Feuer in Nordspanien löst erneut Debatten über Gewalt gegen Frauen aus. Der Verdächtige streitet die Tat ab.
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