19. Januar 2025 / Aus aller Welt

Erste Deutsche Jugend-Naturschutzpreise vergeben

Zahlreiche Jugendliche in Deutschland setzen sich für Vögel, Frösche und weitere Arten ein. Einige haben dafür nun eine neue Auszeichnung erhalten.

Jugendliche setzen sich für alte Apfelsorten, Biosphärenreservate und vieles mehr ein. (Achivbild)
Veröffentlicht am 19. Januar 2025 um 13:57 Uhr von dpa

Teiche renaturieren, sich für alte Apfelsorten einsetzen und Debatten zum Naturschutz führen - erstmals haben Jugendgruppen dafür den neuen Deutschen Jugend-Naturschutzpreis erhalten. Unter der Schirmherrschaft von Buchautorin Cornelia Funke hat das Bundesamt für Naturschutz (BfN) gleich mehrere Auszeichnungen vergeben. 

Einen der drei ersten jeweils mit 2.000 Euro dotierten Preise erhielt nach BfN-Angaben die Gruppe «Die Falkenaugen» bei Oldenburg in Niedersachsen. Ihr Einsatz reiche von Nisthilfen und Insektenhotels bis hin zur Renaturierung eines Teichs für die Amphibien, lobte ein Jurymitglied auf der Grünen Woche in Berlin, wo die Preise vergeben wurden. 

Für mehr Naturflächen in der Stadt und alte Apfelsorten setzen sich Mitglieder des «Young Explorers Programs» in Baiersbronn im Schwarzwald ein, das auch Debatten mit Experten organisiert. Buchautorin Funke sagte: «Es geht derzeit vielen der Glaube verloren, dass wir als einzelne noch etwas gegen die Plünderung dieses Planeten tun können. Umso wichtiger ist die Arbeit der Pioneers - ihr Glaube an das Trotzdem, an eine Zukunft, die sich nur gemeinsam pflanzen lässt.»


Vom Kaugummi-Automaten zum Spender von Saatgut-Kugeln

Das «Jugendnetzwerk Biosphäre» erhielt einen ersten Preis für Aktionen, mit denen es junge Menschen dazu bewegt, sich für Biosphärenreservate in Deutschland einzusetzen. 

Den Preis für die kreativste Idee bekam das Projekt «Naturschutz2go» des Schülers Jonte Mai aus Bremen. Er baut alte Kaugummi-Automaten zu Saatgut-Automaten um, was mittlerweile auch bundesweit in Workshops mit Kindern gemacht wird. Diese Saatgut-Kugeln enthalten Samen für Blumen, die für Wildbienen geeignet sind.

Einen zweiten Preis mit jeweils 1.000 Euro erhielten laut BfN die Bio-AG «Biodiversität verstehen, erhalten und fördern» vom Christophorus-Gymnasium Altensteig in Baden-Württemberg und das Projekt «Bestäubermonitoring» im Alperstedter Ried in Thüringen.


Bildnachweis: © Patrick Pleul/dpa
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