Das Esa-Satellitenpaar «Proba-3» hat erste Bilder einer künstlichen Sonnenfinsternis geliefert. Auf den Aufnahmen, die die europäische Raumfahrtbehörde veröffentlichte, ist die Sonnenkorona zu sehen – also die äußere Atmosphäre der Sonne. Auf einem Bild erscheint sie in Violett, auf einem anderen so, wie das menschliche Auge sie bei einer echten Sonnenfinsternis durch einen grünen Filter wahrnehmen würde. Die Sonnenkorona ist normalerweise nicht sichtbar, da sie vom hellen Licht der Sonne überstrahlt wird. Zu sehen ist sie nur bei einer totalen Sonnenfinsternis – also wenn der Mond das Sonnenlicht für einen Teil der Erde vollständig verdeckt. Genau dieses Phänomen simuliert das im Dezember gestartete Satellitenpaar. Für die Bilder flogen die beiden Satelliten im März in präziser Formation: Einer der beiden Satelliten blockierte dabei das Sonnenlicht und warf einen etwa acht Zentimeter breiten Schatten auf den 150 Meter entfernten zweiten Flugkörper. Dessen Teleskop mit einer fünf Zentimeter großen Blende befand sich genau im Zentrum des Schattens. So blieb die Sonne verdeckt – und die Korona wurde sichtbar. Mit den Daten über die Sonnenkorona hoffen Forschende, mehr über Weltraumwetter, koronale Massenauswürfe und Sonnenstürme zu lernen, die Satelliten beeinträchtigen und sich auch auf die Kommunikation auf der Erde auswirken können. Auch warum die Korona deutlich heißer ist als die Sonnenoberfläche, wollen sie verstehen. An der zweijährigen «Proba-3»-Mission sind 14 Esa-Mitgliedsstaaten beteiligt, darunter auch Österreich und die Schweiz.
Bildnachweis: © ESA/Proba-3/ASPIICS/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Esa-Satellitenpaar erzeugt künstliche Sonnenfinsternis
Eine Sonnenfinsternis ist selten. Doch ein europäisches Satellitenpaar hat sie im All künstlich erzeugt, um neue Erkenntnisse über die Sonnenkorona zu ermöglichen. So sehen die ersten Bilder aus.
Meistgelesene Artikel
- 13. August 2026
Rollator-Club trifft sich am 14. und 28. August
Unter dem Motto „Bewegung ist die beste Medizin“ trifft sich regelmäßig an jedem 2. und 4. Freitag im Monat der...
- 14. August 2026
Gesprächskreis „Vergissmeinnicht“ am 18. August
Der offene Gesprächskreis „Vergissmeinnicht“ für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz trifft sich das...
- 14. August 2026
Monatliche Sprechstunde für Angehörige von Demenzkranken
An jedem 4. Dienstag im Monat findet in der Zeit von 10 bis 12 Uhr in Verl eine Sprechstunde des Diakonie...
Neueste Artikel
- 17. August 2026
Mathematiker will Formel für Liebe gefunden haben
Liebe ist nicht mystisch oder unberechenbar – sie folgt erkennbaren Mustern, die durch Mathematik beschreibbar sind. Das zumindest behauptet ein Mathematiker. Doch der Ansatz überzeugt nicht alle.
- 17. August 2026
Waldbrand im Hohen Venn: Lage stabil
Leichter Regen, feuchte Luft, kein Wind: Das Feuer im Hohen Venn rückt nicht mehr näher auf die deutsche Grenze zu, die Lage hat sich stabilisiert. In der Nacht mussten Anwohner ihre Häuser verlassen.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 17. August 2026
Mathematiker will Formel für Liebe gefunden haben
Liebe ist nicht mystisch oder unberechenbar – sie folgt erkennbaren Mustern, die durch Mathematik beschreibbar sind. Das zumindest behauptet ein Mathematiker. Doch der Ansatz überzeugt nicht alle.
- 17. August 2026
Waldbrand im Hohen Venn: Lage stabil
Leichter Regen, feuchte Luft, kein Wind: Das Feuer im Hohen Venn rückt nicht mehr näher auf die deutsche Grenze zu, die Lage hat sich stabilisiert. In der Nacht mussten Anwohner ihre Häuser verlassen.

