Die EU-Staaten haben den vor Rügen havarierten Öltanker «Eventin» auf die Liste der Sanktionen gegen Russland gesetzt. Er ist damit eines von mehr als 150 Schiffen der sogenannten Schattenflotte, gegen die Sanktionen gelten. Zuvor hatte die «Ostsee-Zeitung» berichtet. Mit Schattenflotte sind Schiffe gemeint, die Russland nutzt, um einen westlichen Preisdeckel für russische Ölexporte in Drittstaaten zu umgehen. Diese oft überalterten Tanker sind nicht in der Hand westlicher Reedereien und häufig ohne ausreichenden Versicherungsschutz unterwegs. Experten und Umweltschützer warnen vor erheblichen Risiken für die Schifffahrt und die Umwelt, da viele dieser Schiffe technische Mängel aufweisen und teils ohne automatisches Identifikationssystem fahren. Die «Eventin» soll Teil dieser berüchtigten russischen Schattenflotte sein und trieb im Januar stundenlang manövrierunfähig in der Ostsee - sämtliche Systeme waren ausgefallen. Deutsche Einsatzkräfte sicherten den Tanker und schleppten ihn in ein Gebiet vor Rügen unweit der Stadt Sassnitz. Seitdem liegt er dort. Die Hauptmaschine des Schiffs läuft zwar längst wieder, und der Kapitän hat um Erlaubnis zum Auslaufen gebeten. Deutsche Behörden haben dies allerdings bislang untersagt. Das Schiff ist seit Wochen festgesetzt. Nach Behördenangaben laufen technische und Zollprüfungen. Nach früheren Angaben ging es etwa um die Seetüchtigkeit und die Frage, ob es sich bei den rund 100.000 Tonnen Öl an Bord der «Eventin» um russisches Öl handelt und das Öl-Embargo der EU verletzt wird. Nach EU-Angaben dürfen die Schiffe auf der Sanktionsliste keine EU-Häfen anlaufen und sind innerhalb der EU von einer Vielzahl von Dienstleistungen ausgeschlossen, etwa von Versicherungsleistungen. Auch die technische Unterstützung oder die Versorgung der Schiffe sind demnach davon betroffen. Was das konkret für die «Eventin» bedeutet, war zunächst unklar.«Eventin» soll Teil der berüchtigten russischen Schattenflotte sein
EU-Dienstleistungen für Schattenflotte verboten
Bildnachweis: © Stefan Sauer/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
EU-Staaten setzen Tanker «Eventin» auf Sanktionsliste
Die EU-Staaten haben Maßnahmen gegen den vor Rügen havarierten Tanker «Eventin» beschlossen. Der ist schon seit Wochen von deutschen Behörden festgesetzt - Ausgang weiter unklar.
Meistgelesene Artikel
- 9. April 2026
Übersicht über aktuelle Baustellen im Stadtgebiet
Wann, wo und wie lange? Hier finden Sie Informationen über aktuelle Verkehrsbaustellen im Stadtgebiet. So können Sie...
- 2. April 2026
Nächste Sprechstunde des Bürgermeisters am 9. April
Zu seiner nächsten Bürgersprechstunde lädt Bürgermeister Robin Rieksneuwöhner am Donnerstag, 9. April, ein. In der...
- 26. März 2026
Bürgerservice bleibt am Karsamstag geschlossen
Der Bürgerservice der Stadt Verl bleibt am Karsamstag, 4. April, geschlossen. Der letzte Öffnungstag vor den...
Neueste Artikel
- 11. April 2026
Oberleitung fällt auf ICE: Hunderte sitzen stundenlang fest
Eine Oberleitung reißt auf einer wichtigen ICE-Strecke. Ein Zug fährt dagegen und bleibt liegen - es gibt mindestens zwei Verletzte. Stunden später ist der beschädigte Zug in einem Bahnhof angekommen.
- 11. April 2026
Mordkommission ermittelt nach Fund eines menschlichen Kopfes
Einen grausigen Fund machen am Samstag Müllsammler in einem Waldstück im Sauerland. Ermittelt wird in alle Richtungen - auch ein Zusammenhang mit einem Verbrechen aus dem Herbst steht im Raum.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 11. April 2026
Oberleitung fällt auf ICE: Hunderte sitzen stundenlang fest
Eine Oberleitung reißt auf einer wichtigen ICE-Strecke. Ein Zug fährt dagegen und bleibt liegen - es gibt mindestens zwei Verletzte. Stunden später ist der beschädigte Zug in einem Bahnhof angekommen.
- 11. April 2026
Mordkommission ermittelt nach Fund eines menschlichen Kopfes
Einen grausigen Fund machen am Samstag Müllsammler in einem Waldstück im Sauerland. Ermittelt wird in alle Richtungen - auch ein Zusammenhang mit einem Verbrechen aus dem Herbst steht im Raum.

