Von Meerrettich, Chili und Wasabi bis hin zum Gift von Spinnen und Schlangen: Der frisch gekürte Medizin-Nobelpreisträger David Julius hat schon mit so einigen Substanzen experimentiert, um herauszufinden, wie und wo der Körper darauf reagiert. «Seine Arbeit verkörpert die Kreativität, wissenschaftliche Genauigkeit und den Mut, der gebraucht wird, um die ungelösten Rätsel der Biologie zu verfolgen und die überraschenden Entdeckungen zu erreichen, die letztendlich zu wesentlichen Fortschritten bei der menschlichen Gesundheit führen», sagte Sam Hawgood, Direktor der University of San Francisco (UCSF), an der Julius seit Jahrzehnten arbeitet. Geboren 1955 im New Yorker Stadtteil Brooklyn ging Julius nach dem Schulabschluss an das Massachusetts Institute of Technology - eigentlich mit Medizin als Ziel, aber dann gefiel ihm die Forschungsarbeit im Labor so sehr, dass er seine Doktorarbeit in Biologie schrieb, an der University of California in Berkeley. Für ein paar Jahre kehrte er anschließend noch einmal in seine Heimatstadt New York zurück, an die Columbia University, bevor er 1990 an die UCSF ging, wo der bereits vielfach ausgezeichnete Wissenschaftler, der mit seiner UCSF-Kollegin Holly Ingraham verheiratet ist, heute sein eigenes nach ihm benanntes Labor hat.
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Biologe David Julius: Experimente mit Chili und Spinnengift
Gemeinsam mit Ardem Patapoutian erhält David Julius den diesjährigen Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Die Forschung des Amerikaners ist mehr als abwechslungsreich.
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