20. Juli 2026 / Aus aller Welt

Frauenskelett identifiziert - Inhaftierter Ehemann gesteht

Nach dem Fund von Knochen in Südfrankreich ist klar: Die seit Ende 2020 vermisste Krankenschwester wurde getötet. Ihr Mann gesteht jetzt die Tat und nennt Details zum Verschwinden.

In einem der spektakulärsten Vermisstenfälle Frankreichs gibt es nun traurige Gewissheit. (Archivbild)
Veröffentlicht am 20. Juli 2026 um 10:42 Uhr von dpa

Der Fall einer vermissten Krankenschwester beschäftigte Frankreich wie kaum ein anderer: Nach dem Fund von Skelettteilen und einem Geständnis ihres bereits inhaftierten Mannes gibt es nun traurige Gewissheit. Die nach Hinweisen des 39-Jährigen in der südfranzösischen Ortschaft Mailhoc von der Polizei ausgegrabenen Knochen seien die der Ende 2020 spurlos verschwundenen Frau, berichtete der Sender TF1 unter Verweis auf die Staatsanwaltschaft.

In einem Prozess ohne Leiche, Zeugen oder Geständnis hatte ein Gericht den Mann im vergangenen Oktober für den Mord an seiner Frau zu 30 Jahren Haft verurteilt. Dieser hatte stets seine Unschuld beteuert und ging in Berufung. In einem aus der Haft an seine Anwälte gerichteten Brief räumte er nun vor wenigen Tagen überraschend ein, für das Verschwinden seiner Frau verantwortlich zu sein. Er wolle sein Gewissen erleichtern, meinten die Anwälte, von Taktieren vor dem im September startenden Berufungsprozess sprachen manche Kommentatoren. Im Polizeiverhör gestand der Mann, seine Frau im Streit getötet zu haben. 

Mann gerät wegen Ungereimtheiten ins Visier

Die damals 33 Jahre alte Krankenschwester verschwand in einer Dezembernacht 2020 spurlos. Kurz nach 4.00 Uhr meldet der Mann seine Frau als vermisst. Die beiden, die zwei kleine Kinder haben, befanden sich zu dem Zeitpunkt in der Scheidungsphase. Schon bald betrieben die Ermittler großen Aufwand, um die Frau zu finden - ohne Erfolg. Wegen Ungereimtheiten geriet dann ein halbes Jahr nach dem Verschwinden der Ehemann ins Visier der Fahnder. 

Zwei Nachbarinnen gaben an, in der Nacht die Schreie einer Frau gehört zu haben. Zudem erzählten Bekannte von Drohungen, die der Noch-Ehemann gegen seine Frau ausgesprochen haben soll. Überdies sagten ein ehemaliger Mitgefangener und eine zwischenzeitliche Freundin des Mannes aus, er habe davon gesprochen, seine Frau getötet zu haben.


Bildnachweis: © Lionel Bonaventure/AFP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Rollator-Club trifft sich am 14. und 28. August
Stadt Verl

Unter dem Motto „Bewegung ist die beste Medizin“ trifft sich regelmäßig an jedem 2. und 4. Freitag im Monat der...

weiterlesen...
Gesprächskreis „Vergissmeinnicht“ am 18. August
Stadt Verl

Der offene Gesprächskreis „Vergissmeinnicht“ für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz trifft sich das...

weiterlesen...
Monatliche Sprechstunde für Angehörige von Demenzkranken
Stadt Verl

An jedem 4. Dienstag im Monat findet in der Zeit von 10 bis 12 Uhr in Verl eine Sprechstunde des Diakonie...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Umfrage: Viele Eltern bei Fake-News und KI unsicher
Aus aller Welt

Die digitale Welt entwickelt sich rasant. So schnell, dass viele Eltern nicht hinterherkommen. Sie sind unsicher im Umgang mit KI-Anwendungen. Und ihnen ist die Medienkompetenz der Kinder wichtig.

weiterlesen...
Brand im Hohen Venn: Wind bereitet aktuell keine Probleme
Aus aller Welt

Im Hohen Venn gehen die Löscharbeiten weiter. Ein ungünstiger Westwind ist bisher ausgeblieben, der Regen soll stärker werden. Der Brand greift weiter nicht nach Deutschland über.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Umfrage: Viele Eltern bei Fake-News und KI unsicher
Aus aller Welt

Die digitale Welt entwickelt sich rasant. So schnell, dass viele Eltern nicht hinterherkommen. Sie sind unsicher im Umgang mit KI-Anwendungen. Und ihnen ist die Medienkompetenz der Kinder wichtig.

weiterlesen...
Brand im Hohen Venn: Wind bereitet aktuell keine Probleme
Aus aller Welt

Im Hohen Venn gehen die Löscharbeiten weiter. Ein ungünstiger Westwind ist bisher ausgeblieben, der Regen soll stärker werden. Der Brand greift weiter nicht nach Deutschland über.

weiterlesen...