2. Januar 2026 / Aus aller Welt

George Clooney reagiert auf «Quatschkopf» Trump

Als Durchschnittstyp mit mittelmäßigen Filmen: So sieht US-Präsident Trump George Clooney, seit dieser auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt. Nun antwortet der Hollywoodstar - politisch.

Hollywoodstar George Clooney ist nicht um eine Antwort verlegen, wenn der US-Präsident gegen ihn schießt. (Archivbild)
von dpa

Hollywoodstar George Clooney (64) reagiert auf Beleidigungen von US-Präsident Donald Trump mit einer politischen Kampfansage. «Ich gebe dem aktuellen Präsidenten vollkommen recht. Wir müssen Amerika wieder großartig machen. Wir fangen im November damit an», hieß es in einem Statement des Schauspielers von Donnerstag (Ortszeit), das mehreren US-Medien vorlag.

Trump hatte sich zuvor in einem Online-Post über den oscarprämierten Schauspieler ausgelassen. Clooney sei «überhaupt kein Filmstar», sondern nur ein «Durchschnittstyp, der sich unentwegt über gesunden Menschenverstand in der Politik beschwerte», schrieb Trump an Silvester auf seiner Plattform Truth Social. Anlass dazu gab ihm der Umstand, dass Clooney nun offiziell auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt. 

Trumps Einlassungen zielten auch auf das politische Engagement des im US-Bundesstaat Kentucky geborenen Clooney, der als prominente Stimme in Hollywood im Wahlkampf 2024 Trumps demokratische Gegnerin Kamala Harris unterstützt hatte.

Trump und Clooney sind alte Bekannte

Mit seiner Reaktion dürfte Clooney auf die Kongresswahlen im November anzuspielen: Bei den sogenannten Midterms stehen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und etwa ein Drittel der Sitze im Senat zur Wahl. Derzeit haben die Republikaner in beiden Kammern des US-Parlaments knappe Mehrheiten, was dem Präsidenten große Regierungsfreiheit ermöglicht.

Clooney zufolge hätten er und Trump früher ein freundlicheres Verhältnis zueinander gehabt. «Ich kannte ihn sehr gut», erzählte Clooney dem US-Magazin «Variety» für ein kürzlich veröffentlichtes Porträt. Trump habe ihn öfter angerufen und sogar einmal versucht, ihn bei einem Rückenchirurgen in einem Krankenhaus unterzubringen. «Ich sah ihn oft in Clubs und Restaurants. Er ist ein großer Quatschkopf. Nun ja, das war er. Das hat sich alles geändert.»


Bildnachweis: © Aaron Favila/AP/dpa
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