29. November 2021 / Aus aller Welt

«Jetzt erst recht» - Weihnachtshäuser leuchten wieder

Glitzernde Eiszapfen, winkende Weihnachtsmänner und Rentiere aus Lichterketten: Pompös geschmückte Weihnachtshäuser sollen in der Pandemie für einen Lichtblick sorgen.

Mit zahlreichen illuminierten Figuren und Tausenden von LED-Lämpchen erstrahlen ein Garten und ein Privathaus in Mössingen.
von dpa

Pünktlich zum ersten Advent funkeln und leuchten deutschlandweit die ersten Weihnachtshäuser.

Mit ihren dekorierten Privatgebäuden wollen die Bewohner und Bewohnerinnen wieder für Weihnachtsstimmung sorgen. Im vergangenen Jahr mussten viele das Spektakel wegen der Corona-Maßnahmen ausfallen lassen. Auch in dieser Saison trauen sich manche Betreiber nicht, mit ihren geschmückten Häusern Menschenmassen anzulocken.

Ein Wald voller Rentiere

«Jetzt erst recht», meint hingegen Jenny Bauer, die ihr Weihnachtshaus in Mössingen südlich von Stuttgart schmückt. «Die Zeit ist eh schon schwer genug, wir wollen es den Leuten ein bisschen leichter machen.» Wer durch ihren Garten spaziert, gelangt von einem hell erleuchteten Bahnhof zu einer Skipiste, und über den Nordpol in einen ganzen Wald voller Rentiere. An ihrer Lichterwelt basteln und planen Jenny Bauer und ihr Partner Boris Müller das ganze Jahr über. «Das ist nicht nur ein Hobby für den Winter», betont Bauer. Bei ihnen sei deshalb eigentlich das ganze Jahr über Weihnachten.

Auch im Karlsruher Stadtteil Neureut wurde ein Weihnachtshaus geschmückt. «Leuchten wird es definitiv», sagte der Betreiber Thorsten Grüger. Nur auf Shows und Musik wird er diesen Winter verzichten. Besonders stolz ist Grüger auf seinen selbstgebauten, sechs Meter hohen Baum. Rund 14 000 LED-Lichter beleuchten ihn in allen Farben und Mustern.

Bis zum vierten Advent sollen alles leuchten

Wer wissen will, wie so ein opulentes Weihnachtsleuchten entsteht, kann Thomas Schwaiger in Pliezhausen - ebenfalls in Baden-Württemberg gelegen - beim Schmücken zusehen. Er beginnt erst jetzt, die rund 90. 000 Lichter aufzuhängen. Bis zum vierten Advent will er sein Weihnachtshaus fertigstellen. Dafür arbeitet er jetzt fast sechs Stunden täglich. «Dann gibt es jeden Abend etwas Neues zu sehen», sagte Schwaiger.

Ob Delmenhorst im Norden, Balzhausen im Süden, Oberhausen im Westen oder Merseburg im Osten - dort und in vielen weiteren Orten in ganz Deutschland haben Privatleute ihre Wohnhäuser und Gärten wieder aufwendig geschmückt. Teils hatten sie schon lange vor dem ersten Advent ihre Dekorationen mit manchmal Zehntausenden Lichtern angeknipst.


Bildnachweis: © Bernd Weißbrod/dpa
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