Nach jahrelangen Diskussionen um das Schicksal der Flusspferde von Drogenbaron Pablo Escobar will die kolumbianische Regierung die Population der invasiven Art in dem südamerikanischen Land deutlich reduzieren. Zunächst sollten etwa 80 Exemplare gekeult werden, kündigte Umweltministerin Irene Vélez Torres an. Alle Bemühungen, die Tiere in Zoos oder Wildparks etwa in Mexiko, Indien oder den Philippinen unterzubringen, seien bislang gescheitert. Das Ministerium arbeite aber weiterhin an Umsiedlungsplänen. Schätzungsweise leben derzeit rund 200 Flusspferde in Kolumbien. Ohne Gegenmaßnahmen könnte die Population bis ins Jahr 2035 auf 1.000 Exemplare steigen. Die Tiere bringen Experten zufolge das lokale Ökosystem aus dem Gleichgewicht und gefährden einheimische Arten wie Manatis und Flussschildkröten. Zudem zerstören sie immer wieder Felder und bringen auch Menschen in Gefahr. Der kolumbianische Drogenbaron Pablo Escobar schaffte sich einst vier afrikanische Flusspferde für den Tierpark in seinem Luxusanwesen Hacienda Nápoles an. Nachdem der Chef des Medellín-Kartells 1993 von Sicherheitskräften erschossen worden war, verfiel das Anwesen. Die Flusspferde zogen in die umliegenden Wälder, pflanzten sich kräftig fort und breiteten sich immer weiter aus.
Bildnachweis: © Fernando Vergara/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Kolumbien will Flusspferde von Drogenbaron Escobar keulen
Der Boss des Medellín-Kartells brachte einst vier Nilpferde auf sein Anwesen, mittlerweile machen rund 200 Nachkommen die Gegend unsicher. Jetzt greifen die Behörden zu einem radikalen Mittel.
Meistgelesene Artikel
- 9. September 2026
Übersicht über aktuelle Baustellen im Stadtgebiet
Wann, wo und wie lange? Hier finden Sie Informationen über aktuelle Verkehrsbaustellen im Stadtgebiet. So können Sie...
- 1. September 2026
Nächster Hobbymarkt am 5. September
Am Samstag, 5. September, ist in Kaunitz von 6 bis 14 Uhr wieder Hobbymarkt. Neben Zier- und Wirtschaftsgeflügel sind...
- 1. September 2026
Auf die Pfoten, fertig, los: Hundeschwimmen am 20. September
Die Freibadsaison in Verl neigt sich langsam dem Ende zu: Noch bis Sonntag, 13. September, können Besucherinnen und...
Neueste Artikel
- 15. September 2026
Ätna-Aschewolke behindert weiter Flüge über Sizilien
Auf der italienischen Mittelmeerinsel stößt Europas aktivster Vulkan seit Sonntag wieder massiv Asche aus. Sicherheitshalber wurde ein Flugverbot nun bis zum Abend verlängert.
- 15. September 2026
Frauenleiche gefunden: Zwei Tote bei Zusammenstoß in Venedig
Die Bilder von Wassertaxis vor der Kulisse von Venedig kennt jeder. Jetzt kamen bei einem Unfall zwei Menschen ums Leben. Die Polizei warnt vor Rasern.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 15. September 2026
Ätna-Aschewolke behindert weiter Flüge über Sizilien
Auf der italienischen Mittelmeerinsel stößt Europas aktivster Vulkan seit Sonntag wieder massiv Asche aus. Sicherheitshalber wurde ein Flugverbot nun bis zum Abend verlängert.
- 15. September 2026
Frauenleiche gefunden: Zwei Tote bei Zusammenstoß in Venedig
Die Bilder von Wassertaxis vor der Kulisse von Venedig kennt jeder. Jetzt kamen bei einem Unfall zwei Menschen ums Leben. Die Polizei warnt vor Rasern.

