11. Dezember 2023 / Aus aller Welt

Leichter Rückgang bei Zahl der Verkehrstoten erwartet

Die Anzahl der Verkehrstoten in Deutschland wird in diesem Jahr voraussichtlich geringer sein als im Vorjahr. Ein Experte ist von der Entwicklung «positiv überrascht». Er warnte jedoch vor falscher Sicherheit.

Bei den Verkehrtoten ist ein leichter Rückgang zu erwarten.
von dpa

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland wird in diesem Jahr nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgehen. Nach Schätzungen auf Basis vorliegender Daten für den Zeitraum von Januar bis September 2023 wird die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Menschen gegenüber dem Jahr 2022 um knapp 40 auf rund 2750 Getötete sinken. Im vergangenen Jahr wurden 2788 Menschen im Verkehr getötet.

Damit läge die Zahl der Verkehrstoten über dem historischen Tiefststand von 2562 Getöteten im Jahr 2021, aber deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019, als 3046 Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen waren, teilte die Behörde am Montag mit. Die Zahl der Verletzten werde in diesem Jahr voraussichtlich bei rund 360.000 Menschen liegen und damit etwa dem Stand von 2022 entsprechen.

Für dieses Jahr erwarten die Verkehrsexperten des Bundesamtes erstmals seit dem Jahr 2019 wieder mehr als 2,5 Millionen Unfälle auf Deutschlands Straßen. Das wären rund vier Prozent mehr als im Jahr 2022. Die Zahl der Unfälle, bei denen es bei Sachschäden bleibt, wird dabei voraussichtlich um rund vier Prozent auf 2,2 Millionen steigen. Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden dürfte mit rund 290.000 etwa auf dem Vorjahresniveau bleiben. Zum Vergleich: Im Vor-Corona-Jahr 2019 hatte die Polizei rund 2,7 Millionen Unfälle registriert, darunter 300.000 mit Personenschaden.

Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer, zeigte sich angesichts der prognostizierten Entwicklung bei der Zahl der Verkehrstoten «positiv überrascht». Diesen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr sei aus den bisher vorliegenden Monatszahlen nicht zu erwarten gewesen. Um die Gründe dafür herauszufinden, müsse man auf die endgültigen Zahlen für 2023 und die Detailauswerten warten. Laut Bundesamt werden diese Zahlen voraussichtlich Anfang Juli 2024 vorliegen.

«Die Verkehrsteilnehmer sollten sich nach den jetzt vorgelegten Zahlen aber nicht in falscher Sicherheit wiegen, sondern ihre Anstrengungen bei der Unfallverhütung aufrechterhalten», mahnte der Verkehrsexperte. Insgesamt lasse sich beobachten, dass der Verkehr auf den Straßen im Vergleich zu der Zeit vor Corona zurückgegangenen sei. Ein wichtiger Grund dafür liege darin, dass viele Beschäftigte weniger Dienstreisen unternähmen und dass es stattdessen mehr Videokonferenzen und Möglichkeiten fürs Arbeiten im Homeoffice gebe.


Bildnachweis: © Julian Stratenschulte/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Übersicht über aktuelle Baustellen im Stadtgebiet
Stadt Verl

Wann, wo und wie lange? Hier finden Sie Informationen über aktuelle Verkehrsbaustellen im Stadtgebiet. So können Sie...

weiterlesen...
Nächster Hobbymarkt am 3. Januar - ohne Geflügel
Stadt Verl

Am Samstag, 3. Januar, ist in Kaunitz von 6 bis 14 Uhr wieder Hobbymarkt. Aufgrund der Geflügelpest darf auch diesmal...

weiterlesen...
Sprechstunde des Bürgermeisters am 8. Januar
Stadt Verl

Zu seiner ersten Bürgersprechstunde im neuen Jahr lädt Bürgermeister Robin Rieksneuwöhner am Donnerstag, 8. ...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Zwölfjähriger stirbt bei Lawinenunglück in Österreich
Aus aller Welt

Die Schneelage in den Alpen ist brisant. Der Neuschnee hat kaum eine Verbindung zum Altschnee. Derzeit lösen sich oft Lawinen. Ein Junge wagte die Abfahrt abseits der Piste - mit tödlichen Folgen.

weiterlesen...
Frau von Crans-Montana-Barbetreiber muss Pass abgeben
Aus aller Welt

Nach dem Feuer in Crans-Montana: Die Frau des Barbetreibers muss sich nun täglich bei der Polizei melden und darf die Schweiz nicht verlassen. Welche Auflagen das Gericht noch verhängt hat.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Zwölfjähriger stirbt bei Lawinenunglück in Österreich
Aus aller Welt

Die Schneelage in den Alpen ist brisant. Der Neuschnee hat kaum eine Verbindung zum Altschnee. Derzeit lösen sich oft Lawinen. Ein Junge wagte die Abfahrt abseits der Piste - mit tödlichen Folgen.

weiterlesen...
Frau von Crans-Montana-Barbetreiber muss Pass abgeben
Aus aller Welt

Nach dem Feuer in Crans-Montana: Die Frau des Barbetreibers muss sich nun täglich bei der Polizei melden und darf die Schweiz nicht verlassen. Welche Auflagen das Gericht noch verhängt hat.

weiterlesen...