Als erste Fluggesellschaft in Europa lässt die italienische Lufthansa-Tochter Ita Airways in ihren Maschinen größere Hunde an Bord. Künftig sollen in Ita-Flugzeugen Haustiere bis zu einem Gewicht von 30 Kilogramm mitfliegen dürfen, kündigte die Fluglinie in Rom an. In diese Gewichtsklasse können zum Beispiel Schäferhunde, Dalmatiner oder auch Bullterrier fallen. Der Platz für den Vierbeiner muss extra bezahlt werden. Bislang gilt bei den meisten Fluggesellschaften ein Maximalgewicht von acht Kilogramm. Bei Ita sind jetzt schon Hunde bis zu zehn Kilo erlaubt. Das Vorhaben für noch schwerere Tiere gilt einigen in der Branche als Pilotprojekt. Vonseiten des Mutterkonzerns hieß es auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, aktuell gebe es für die Lufthansa keine solchen Pläne. «Unsere Airlines entscheiden grundsätzlich eigenständig, wenn es um Details zum Produktangebot geht.» Zunächst ist das Angebot nur auf Inlandsflüge innerhalb Italiens begrenzt. Die nationale Flugaufsichtsbehörde Enac hat bereits die Erlaubnis erteilt. Die Hunde müssen aber einen Maulkorb tragen und auch angeleint sein. Ihnen wird immer ein Fensterplatz zugeteilt, wo sie auf einem besonders saugfähigen Teppich auf dem Boden Platz nehmen sollen. Der Besitzer bekommt den Platz daneben. Ita begründet die Neuerung mit dem Wunsch vieler Passagiere, auf Urlaubsreisen ihre Tiere mit in die Maschine zu nehmen. Ihr deutscher Geschäftsführer Joerg Eberhart sagte, Haustiere seien heutzutage vielfach «Teil der Familie». «Wir möchten, dass jede Reise gemeinsam begonnen und beendet werden kann, ohne Trennungen.» Bislang müssen größere Hunde auf Flugreisen in einem Käfig im Gepäckraum verstaut werden, zusammen mit den Koffern. Dies kann für Tiere durch die Enge, den Lärms und die Temperaturen eine traumatische Erfahrung sein. Viele Hundebesitzer fahren deshalb auch lange Strecken lieber mit dem Auto, lassen die Tiere zurück oder verzichten ganz auf Reisen. Allerdings dürfte es auch nicht jedem gefallen, wenn künftig große Hunde an Bord sind. Nach einem Testflug vor einigen Monaten von Mailand nach Rom kündigte Ita bereits an, dass Passagiere den Sitzplatz wechseln dürfen, wenn sie Angst vor Hunden oder eine Allergie haben. An der ehemaligen Alitalia ist die Lufthansa seit vergangenem Jahr mit 41 Prozent beteiligt, sie will ihre Anteile aber aufstocken. Mehrheitseigner ist bislang weiterhin der italienische Staat. Einen genauen Termin, wann der erste Linienflug mit großen Hunden an Bord starten wird, gibt es noch nicht.Ita-Chef: Hunde inzwischen vielfach «Teil der Familie»
Passagiere mit Angst vor Hunden dürfen wechseln
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Lufthansa-Tochter erlaubt 30-Kilo-Hunde in Flugzeugen
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