14. November 2025 / Aus aller Welt

Mann zieht Messer in Paris - Polizist schießt ihn an

Panik in einem Pariser Bahnhof: Ein Mann zieht bei einem Polizeieinsatz plötzlich ein Messer, und ein Beamter schießt. Was hinter dem dramatischen Einsatz steckt.

Im Zuge von Ermittlungen wegen häuslicher Gewalt hatten Beamte auf den mit einem Zug ankommenden 44-Jährigen gewartet.
von dpa

Die Polizei hat im Pariser Fernbahnhof Montparnasse einen Mann niedergeschossen, der mit einem Messer hantiert hat. Im Zuge von Ermittlungen wegen häuslicher Gewalt hätten Beamte auf den mit einem Zug aus Rennes kommenden 44-Jährigen gewartet, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Als der Mann bei seiner Ankunft ein Messer gezogen habe, habe ein Beamter der Bahnpolizei ihn ins Bein geschossen.

Anschließend habe der Mann sich mit dem Messer in den Hals gestochen. Er sei schnell von Rettungskräften versorgt worden. Ein unbeteiligter 53-Jähriger sei durch einen Schuss am Fuß verletzt worden. Auch er wurde von den Rettungskräften versorgt.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wurde gegen den 44-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen Mordversuchs an Polizeibeamten eingeleitet. Außerdem leitete die nationale Polizeiaufsichtsbehörde Ermittlungen wegen des Schusswaffeneinsatzes durch den Polizisten ein.

Panik und Verspätungen im Bahnhof

Nach Angaben der Staatsbahn SNCF wurde der im Wochenend- und Berufsverkehr stark frequentierte Bahnhof teilweise evakuiert. Es gebe Verspätungen von über einer Stunde, der Verkehr werde sich aber bis zum Abend wieder normalisieren. Wie der Sender BFMTV berichtete, brach im Bahnhof nach dem Polizeieinsatz Panik aus. Menschen seien hektisch weggerannt, berichtete ein Augenzeuge.

Messerattacken in den Pariser Bahnhöfen sind keine Seltenheit. Immer wieder kommt es zu entsprechenden Vorfällen, zumeist haben sie aber keinen terroristischen Hintergrund. Da die Sorge vor Terror in Frankreich allerdings unverändert hoch ist, reagiert die Polizei auf Bedrohungslagen in Bahnhöfen schnell und konsequent und greift dabei auch zur Schusswaffe.


Bildnachweis: © Thibaud Moritz/AFP/dpa
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