3. Juni 2026 / Aus aller Welt

Mehr als jeder Dritte in Deutschland hat Schlafprobleme

Schlaflos in Deutschland: Viele Menschen wälzen sich nachts oft im Bett herum. Experten haben Vermutungen dazu, was uns den Schlaf raubt.

Kann das Einschlafen erschweren: übermäßige Smartphone-Nutzung im Bett.
Veröffentlicht am 3. Juni 2026 um 14:26 Uhr von dpa

Mehr als ein Drittel der Menschen in Deutschland gibt an, regelmäßig Schlafprobleme zu haben. Fast jeder Dritte (knapp 32 Prozent) berichtete in einer Befragung des Robert Koch-Instituts (RKI) von Durchschlafstörungen, rund jeder sechste (gut 16 Prozent) von Problemen beim Einschlafen. Ein Teil der Befragten gab an, von beidem betroffen zu sein (fast 13 Prozent). Die Ergebnisse beruhen auf einer Befragung von mehr als 14.000 Frauen und mehr als 12.000 Männern im Jahr 2024. 

Insgesamt schlafen die Menschen in Deutschland im Schnitt schlechter als noch vor etwa 15 Jahren, wie aus dem Beitrag im «Journal of Health Monitoring» hervorgeht: Im Zeitraum 2008 bis 2011 hatten rund 30 Prozent der Erwachsenen Schlafprobleme, 2024 waren es gut 35 Prozent. Dieser Wert liegt aufgrund der doppelt Betroffenen niedriger als die Summe der Ein- und der Durchschlafstörungen.

Zunehmende Krisen könnten eine Rolle spielen

Die Autoren des Berichts haben dafür verschiedene Erklärungsansätze: Zum einen könne die gestiegene Smartphone-Nutzung eine Rolle spielen, aber auch die verschiedenen gesellschaftlichen Krisen – von Pandemiefolgen über den Klimawandel bis hin zu militärischen Konflikten. 

Frauen sind der Befragung aus dem Jahr 2024 zufolge häufiger betroffen als Männer. Die Experten erklären dies zum einen mit hormonellen Veränderungen etwa während Schwangerschaften oder den Wechseljahren sowie mit einem höheren Risiko etwa für Depressionen und Angststörungen, die oft mit Schlafproblemen einhergehen.

Insomnie hat Risiken

Wenn Schlafprobleme länger anhalten und sich negativ auf die Leistungsfähigkeit und die sonstige Lebensqualität auswirken, kann es sich um eine Insomnie – also eine krankhafte Schlafstörung – handeln. Eine solche Störung erhöht das Risiko für psychische Störungen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere negative Folgen. 

Die RKI-Experten empfehlen, sich ärztlichen Rat zu holen, wenn Schlafprobleme über längere Zeit anhalten. Darüber hinaus könne man sich um eine gute Schlafhygiene bemühen – also etwa feste Schlafenszeiten, keine Smartphone-Nutzung direkt vor dem Schlafen, kein Alkohol, Koffein oder Nikotin. 

Im Rahmen der Panel-Befragung «Gesundheit in Deutschland» befragt das RKI regelmäßig die deutschsprachige Bevölkerung in privaten Haushalten, um gesundheitliche Entwicklungen im Zeitverlauf abbilden zu können.


Bildnachweis: © Sebastian Gollnow/dpa/dpa-tmn
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Übersicht über aktuelle Baustellen im Stadtgebiet
Stadt Verl

Wann, wo und wie lange? Hier finden Sie Informationen über aktuelle Verkehrsbaustellen im Stadtgebiet. So können Sie...

weiterlesen...
Nächstes Treffen des Rollator-Clubs am 26. Juni
Stadt Verl

Unter dem Motto „Bewegung ist die beste Medizin“ trifft sich regelmäßig an jedem 2. und 4. Freitag im Monat der...

weiterlesen...
Gesprächskreis „Vergissmeinnicht“ am 16. Juni
Stadt Verl

Der offene Gesprächskreis „Vergissmeinnicht“ für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz trifft sich das...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Nasa-Chef verteidigt frauenlose «Artemis 3»-Mission
Aus aller Welt

Mit «Artemis 3» will die Nasa künftige Mondlandungen vorbereiten. Jetzt wurde die Besatzung verkündet: Alles Männer. Was der Nasa-Chef zu Kritik an der Entscheidung sagt.

weiterlesen...
Zweitklässler stirbt bei Bus-Zusammenstoß auf Schulausflug
Aus aller Welt

Zwei Grundschulklassen sind in einem Reisebus in Oberbayern unterwegs, als es plötzlich zum Zusammenstoß mit einem Linienbus kommt. Dutzende Kinder werden verletzt, eines überlebt den Unfall nicht.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Nasa-Chef verteidigt frauenlose «Artemis 3»-Mission
Aus aller Welt

Mit «Artemis 3» will die Nasa künftige Mondlandungen vorbereiten. Jetzt wurde die Besatzung verkündet: Alles Männer. Was der Nasa-Chef zu Kritik an der Entscheidung sagt.

weiterlesen...
Zweitklässler stirbt bei Bus-Zusammenstoß auf Schulausflug
Aus aller Welt

Zwei Grundschulklassen sind in einem Reisebus in Oberbayern unterwegs, als es plötzlich zum Zusammenstoß mit einem Linienbus kommt. Dutzende Kinder werden verletzt, eines überlebt den Unfall nicht.

weiterlesen...