Nach starken Regenfällen und Sturzfluten sind am Horn von Afrika in den vergangenen Wochen mindestens 111 Menschen getötet worden. Das teilte die Hilfsorganisation Save the Children mit. Mehr als 770.000 Menschen seien in der Region im Nordosten des Kontinents aufgrund des Extremwetters bereits vertrieben worden. Besonders stark betroffen seien demnach Kenia, Somalia und Äthiopien. Für die Region seien weitere heftige Regenfälle vorausgesagt. Im Norden Kenias und der Hauptstadt Nairobi führten nach Angaben der Hilfsorganisation seit Oktober starke Regenfälle zu großflächigen Überschwemmungen, bei denen schätzungsweise 46 Menschen ums Leben gekommen sind und 36.000 weitere vertrieben wurden. In der somalischen Regionalhauptstadt Beledweyne, im Zentrum des Landes, hätten aufgrund von Fluten etwa 90 Prozent der Einwohner ihre Häuser verloren. Insgesamt seien in Somalia mindestens 32 Menschen getötet und knapp eine halbe Million Menschen vertrieben worden, die meisten davon in der südwestlichen Bay Region. Auch im benachbarten Äthiopien seien in den Regionen Gambella, Afar und Somali laut Save the Children mindestens 33 Menschen, darunter acht Kinder, durch Fluten und Erdrutsche getötet worden. Die Überschwemmungen sind die jüngsten in einer Reihe extremer Wetterereignisse im Horn von Afrika. Die Region durchlebt gleichzeitig eine der schlimmsten Dürren seit Jahrzehnten. Vor den massiven Niederschlägen waren Regenfälle in mehreren aufeinanderfolgenden Perioden ausgeblieben. Nach UN-Angaben sind im Horn von Afrika Millionen von Menschen vom Hunger bedroht. Auslöser der Krise sind zusätzlich auch Konflikte wie der jüngste Machtkampf im Sudan, Nachwehen der Corona-Pandemie, die Bedrohung durch islamistische Terroristen und Ausbrüche von Cholera und anderen Krankheiten.
Bildnachweis: © Farah Abdi Warsameh/AP/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Mindestens 111 Tote nach Sturzfluten im Horn von Afrika
Starke Regenfälle haben am Horn von Afrika zu großflächigen Überschwemmungen geführt: Mindestens 111 Menschen wurden getötet, mehr als 770.000 vertrieben. Und: Es sind weitere heftige Regenfälle vorausgesagt.
Meistgelesene Artikel
- 9. April 2026
Übersicht über aktuelle Baustellen im Stadtgebiet
Wann, wo und wie lange? Hier finden Sie Informationen über aktuelle Verkehrsbaustellen im Stadtgebiet. So können Sie...
- 2. April 2026
Nächste Sprechstunde des Bürgermeisters am 9. April
Zu seiner nächsten Bürgersprechstunde lädt Bürgermeister Robin Rieksneuwöhner am Donnerstag, 9. April, ein. In der...
- 26. März 2026
Bürgerservice bleibt am Karsamstag geschlossen
Der Bürgerservice der Stadt Verl bleibt am Karsamstag, 4. April, geschlossen. Der letzte Öffnungstag vor den...
Neueste Artikel
- 14. April 2026
Harry und Meghan teilen Umarmungen in Kinderklinik aus
Die beiden abtrünnigen Royals waren zuletzt 2018 im Namen der Krone in Australien. Nun reisen sie auf eigene Faust. Doch der royale Zauber verfängt trotzdem.
- 14. April 2026
Tag der Archive in Gütersloh am 9. Mai
Stadt- und Kreisarchiv laden zum gemeinsamen Tag der offenen Tür mit Bücherflohmarkt und Führungen hinter die...
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 14. April 2026
Harry und Meghan teilen Umarmungen in Kinderklinik aus
Die beiden abtrünnigen Royals waren zuletzt 2018 im Namen der Krone in Australien. Nun reisen sie auf eigene Faust. Doch der royale Zauber verfängt trotzdem.
- 14. April 2026
Justiz in Potsdam übernimmt Verfahren nach Fernandes-Anzeige
Collien Fernandes erhebt Vorwürfe gegen ihren Ex-Partner, bei denen es um sexualisierte Gewalt geht. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft werden nun an ihrem früheren Wohnort weitergeführt.

