Tagelang haben Bewohner die Zufahrt zu einer großen Deponie in Bolivien blockiert und damit eine Müllkrise ausgelöst. Nun wurde die Blockade in der Aussicht auf eine Einigung mit dem Gouverneur der Provinz Cochabamba, Humberto Sánchez, aufgehoben. Die ersten von etwa 80 Müllfahrzeugen, die vor den Toren der Müllhalde K’ara K’ara in der Provinzhauptstadt Cochabamba gewartet hatten, konnten danach auf die Deponie fahren, um ihren Müll abzuladen und aufgestauten Abfall einzusammeln, wie das bolivianische Fernsehen am Freitag (Ortszeit) berichtete. Demnach hatten sich während der vergangenen Tage 3000 Tonnen Müll in den Straßen Cochabambas angesammelt. Anwohner hatten den Zugang zu der Deponie blockiert, um damit für deren Verlegung zu demonstrieren. Der Konflikt um K’ara K’ara gärt seit längerem. Cochabambas Bürgermeister Manfred Reyes Villa hatte dem bolivianischen Fernsehen zufolge versprochen, die seit 1987 bestehende Halde 2021 zu schließen, was bisher jedoch ausgeblieben ist. Nun hoffen die Anwohner erneut auf eine Verlegung.
Bildnachweis: © David Flores/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Müllkrise in Bolivien: Bürger kämpfen gegen Deponie
Aus Protest gegen den Standort einer Abfalldeponie haben Bewohner der Stadt Cochabamba tagelang die Einfahrt zur Anlage versperrt. Nun versinken die Straßen im Müll.
Meistgelesene Artikel
- 13. Juli 2026
Übersicht über aktuelle Baustellen im Stadtgebiet
Wann, wo und wie lange? Hier finden Sie Informationen über aktuelle Verkehrsbaustellen im Stadtgebiet. So können Sie...
- 1. Juli 2026
Nächster Hobbymarkt am 4. Juli
Am Samstag, 4. Juli, ist in Kaunitz von 6 bis 14 Uhr wieder Hobbymarkt. Neben Zier- und Wirtschaftsgeflügel sind...
- 29. Juni 2026
Informationen und Neuigkeiten zum Verler Freibad
Die Verler Freibad-Saison hat am 30. April begonnen. Alle Informationen zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen sowie...
Neueste Artikel
Der gerade wegen Ebola in Deutschland behandelte US-Bürger steckte sich im Kongo an: Dort steigt die Zahl der Fälle weiter stark an. Fachleute sehen kein Ende des Ausbruchs.
- 14. Juli 2026
Warum in Pakistan Morde an Frauen kaum verfolgt werden
Vor zehn Jahren wurde in Pakistan die Influencerin Qandeel Baloch getötet. Der Mord stieß eine Debatte und Gesetzesänderungen im Land an. Doch geändert hat sich wenig. Warum?
Weitere Artikel derselben Kategorie
Der gerade wegen Ebola in Deutschland behandelte US-Bürger steckte sich im Kongo an: Dort steigt die Zahl der Fälle weiter stark an. Fachleute sehen kein Ende des Ausbruchs.
- 14. Juli 2026
Warum in Pakistan Morde an Frauen kaum verfolgt werden
Vor zehn Jahren wurde in Pakistan die Influencerin Qandeel Baloch getötet. Der Mord stieß eine Debatte und Gesetzesänderungen im Land an. Doch geändert hat sich wenig. Warum?

