17. Juli 2024 / Aus aller Welt

Mütter bei erster Geburt im Schnitt 30,3 Jahre alt

Im vergangenen Jahr kamen in Deutschland rund 693 000 Babys auf die Welt. Wie alt waren die Eltern im Schnitt bei der Geburt des ersten Kindes? Und wie entwickelte sich die sogenannte Geburtenziffer?

In Deutschland sind die Mütter bei der Geburt des ersten Kindes im Schnitt 30,3 Jahre alt
Veröffentlicht am 17. Juli 2024 um 10:16 Uhr von dpa

Im vergangenen Jahr waren Mütter bei der Geburt des ersten Babys im Schnitt 30,3 Jahre alt. Damit waren sie geringfügig jünger als im Jahr zuvor (30,4 Jahre), wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Auch das Durchschnittsalter der Väter beim ersten Kind der Mutter ging minimal von 33,3 Jahre auf 33,2 Jahre zurück.

In den vergangenen zehn Jahren sind Eltern beim ersten Kind jedoch tendenziell älter geworden. So waren im Jahr 2014 die Mütter im Durchschnitt erst 29,6 Jahre und die Väter 32,8 Jahre alt.

Auch kamen deutlich weniger Kinder auf die Welt. Wie das Bundesamt bereits kürzlich mitteilte, wurden 2023 in Deutschland rund 693.000 Babys geboren, das waren sechs Prozent weniger als Jahr zuvor. Das seien die niedrigsten Geburtenzahlen seit 2013 gewesen, hieß es.

Geburtenziffer sinkt auf 1,35 Kinder pro Frau

Die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau lag bei 1,35 Kindern, 2022 betrug diese sogenannte Geburtenziffer noch 1,46 - das entspricht einem Rückgang von sieben Prozent. Die höchste Geburtenziffer verzeichnete Bremen mit 1,46 Kindern pro Frau. Den niedrigsten Wert gab es in Berlin (1,17).

Bereits 2022 war die bundesweite Geburtenziffer im Vorjahresvergleich um 8 Prozent gesunken. «Damit verstärkte sich der bereits seit 2017 zu beobachtende und nur im Jahr 2021 im Kontext der Corona-Pandemie unterbrochene Rückgang der Kinderzahl je Frau in den vergangenen beiden Jahren deutlich», erklärten die Statistiker. «Zuvor war die Geburtenziffer von 2011 bis 2016 infolge verbesserter Rahmenbedingungen für Familien mit Kindern und der Zuwanderung von 1,39 auf 1,59 gestiegen.»

Rückgang der Geburtenziffer in Sachsen am höchsten

Laut den Angaben ging die Geburtenziffer in allen Bundesländern zurück. Den höchsten Rückgang gab es in Sachsen (minus zehn Prozent), den niedrigsten im Saarland (minus ein Prozent)

Und wie sieht es im europaweiten Vergleich aus? Für das Jahr 2023 liegen noch keine vergleichbaren Angaben vor, wie es hieß. Die Daten bis 2022 zeigten jedoch, dass die Geburtenziffern in den meisten Staaten der Europäischen Union teilweise deutlich im Vergleich zu den Jahren 2021 und 2020, aber auch zum Vor-Corona-Jahr 2019 gesunken seien.

 

 

 


Bildnachweis: © Fabian Strauch/dpa/dpa-tmn
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Rollator-Club trifft sich am 14. und 28. August
Stadt Verl

Unter dem Motto „Bewegung ist die beste Medizin“ trifft sich regelmäßig an jedem 2. und 4. Freitag im Monat der...

weiterlesen...
Gesprächskreis „Vergissmeinnicht“ am 18. August
Stadt Verl

Der offene Gesprächskreis „Vergissmeinnicht“ für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz trifft sich das...

weiterlesen...
Monatliche Sprechstunde für Angehörige von Demenzkranken
Stadt Verl

An jedem 4. Dienstag im Monat findet in der Zeit von 10 bis 12 Uhr in Verl eine Sprechstunde des Diakonie...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Mathematiker will Formel für Liebe gefunden haben
Aus aller Welt

Liebe ist nicht mystisch oder unberechenbar – sie folgt erkennbaren Mustern, die durch Mathematik beschreibbar sind. Das zumindest behauptet ein Mathematiker. Doch der Ansatz überzeugt nicht alle.

weiterlesen...
Waldbrand im Hohen Venn: Lage stabil
Aus aller Welt

Leichter Regen, feuchte Luft, kein Wind: Das Feuer im Hohen Venn rückt nicht mehr näher auf die deutsche Grenze zu, die Lage hat sich stabilisiert. In der Nacht mussten Anwohner ihre Häuser verlassen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Mathematiker will Formel für Liebe gefunden haben
Aus aller Welt

Liebe ist nicht mystisch oder unberechenbar – sie folgt erkennbaren Mustern, die durch Mathematik beschreibbar sind. Das zumindest behauptet ein Mathematiker. Doch der Ansatz überzeugt nicht alle.

weiterlesen...
Waldbrand im Hohen Venn: Lage stabil
Aus aller Welt

Leichter Regen, feuchte Luft, kein Wind: Das Feuer im Hohen Venn rückt nicht mehr näher auf die deutsche Grenze zu, die Lage hat sich stabilisiert. In der Nacht mussten Anwohner ihre Häuser verlassen.

weiterlesen...