Mit einem symbolischen Spatenstich haben Einwohner des zerstörten Schweizer Dorfes Blatten den Wiederaufbau ihrer Heimat eingeleitet. Der Ort im Lötschental im Kanton Wallis war vor knapp vier Monaten durch einen Bergsturz und Gletscherabbruch fast völlig zerstört worden. Über einigen Gebäuden liegt seitdem ein meterhoher Schuttkegel, andere sind in einem See, der sich gebildet hat, weil der Fluss Lonza durch die Schuttmengen zunächst keinen Abfluss mehr fand. «Ein Blatten ohne Lötschental oder ein Lötschental ohne Blatten ist keine Option», sagte Gemeindepräsident Matthias Bellwald bei einer kleinen Feier nahe der Ruine des zerstörten Gemeindehauses. Der Gemeinderat möchte einen Teil des Ortes dort wiederaufbauen, wo er verschwunden ist, etwa eine Kirche und einen Dorfplatz. Wohnhäuser sollen in der Nähe entstehen. Die ersten Bewohner sollen bereits Ende 2028 nach Blatten zurückkehren. Eine neue Straße und die Wasserversorgung zum Dorf sind fast fertig. Der Bergsturz hatte sich im Mai abgezeichnet. Geröll stürzte immer wieder von einer Flanke des 3.342 Meter hohen Berges Kleines Nesthorn auf den Birchgletscher oberhalb des Dorfes. Deshalb mussten die rund 300 Einwohnern ihre Häuser verlassen. Am 28. Mai stürzten mehrere Millionen Kubikmeter Schutt und Eis in die Tiefe.
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Nach Bergsturz: Erster Spatenstich für Neubau von Blatten
Nach dem verheerenden Bergsturz in Blatten beginnt der Wiederaufbau: Mit einem symbolischen Spatenstich setzen die Bewohner des Dorfs in der Schweiz ein Zeichen für ihre Rückkehr.
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