9. März 2026 / Aus aller Welt

Rätsel um MH370: Neue Suche nach Wrack erfolglos beendet

Seit zwölf Jahren fehlt jede Spur von Flug MH370. Auch modernste Technik bringt bisher keine Antworten. Aber die Spezialfirma Ocean Infinity will nicht aufgeben.

Die Familien der Opfer warten seit zwölf Jahren auf Antworten. (Archivbild)
Veröffentlicht am 9. März 2026 um 09:43 Uhr von dpa

Zwölf Jahre nach dem Verschwinden des Fluges MH370 der Malaysia Airlines ist eine neue Suche nach dem Wrack ohne Ergebnis beendet worden. Das auf Tiefsee-Erkundungen spezialisierte Unternehmen Ocean Infinity habe das Suchgebiet im Indischen Ozean verlassen, ohne neue Hinweise auf das Wrack des Flugzeugs zu finden, teilte Firmenchef Oliver Plunkett mit. Für die Familien der 239 Opfer gibt es damit weiterhin keine Antworten auf ihre vielen Fragen.

Das Forschungsschiff des Unternehmens verließ das Gebiet demnach bereits am 23. Januar. Seit Beginn der Mission im Jahr 2018 habe Ocean Infinity insgesamt 151 Tage auf See verbracht und mehr als 140.000 Quadratkilometer Meeresboden kartiert, hieß es. «Das Ausmaß der Herausforderung – sowohl geografisch als auch technologisch – ist kaum zu begreifen», sagte Plunkett.

Was war passiert?

Die Maschine war am 8. März 2014 auf einem Flug von Kuala Lumpur nach Peking plötzlich von den Radarschirmen verschwunden und aus unbekanntem Grund vom Kurs abgewichen, wie sich später anhand von technischen Signalen rekapitulieren ließ.

Bis heute wurden nur ein paar Dutzend Wrackteile an verschiedenen Küsten angeschwemmt. Vom Hauptrumpf des Flugzeugs, den Insassen aus 14 Ländern und dem Flugrekorder fehlt weiter jede Spur. Das Verschwinden der Boeing 777 gehört zu den größten Mysterien der Luftfahrtgeschichte.

Möglicherweise weitere Suche

Trotz modernster Technik, Robotik und automatisierter Systeme sei es nicht gelungen, das verschwundene Flugzeug zu lokalisieren, hieß es in der Mitteilung weiter. Dennoch liefere auch die erfolglose Suche wichtige Erkenntnisse: Zumindest könne man nun mit Sicherheit sagen, dass sich das Wrack nicht in den untersuchten Gebieten befinde, sagte Plunkett. Dies könne helfen, zukünftige Suchstrategien zu entwickeln.

Ocean Infinity betonte zugleich, weiter an der Suche interessiert zu sein. Man arbeite mit der Regierung in Malaysia zusammen, um die Mission möglicherweise fortzusetzen, «wenn die Umstände es erlauben».

Ocean Infinity früher bereits erfolgreich

Das Unternehmen Ocean Infinity mit Sitz in den USA und Großbritannien hatte bereits im Februar 2025 eine neue Suche mit Hilfe eines Tiefsee-Versorgungsschiffs und autonomer Unterwasserfahrzeuge gestartet. Im April wurden die Arbeiten wegen schlechter Wetterbedingungen zunächst ausgesetzt - und gegen Jahresende wieder aufgenommen.

Ocean Infinity hatte einen «Kein Fund, keine Bezahlung»-Deal mit der malaysischen Regierung in Kuala Lumpur ausgehandelt. Die Spezialfirma war bei anderen Aktionen bereits erfolgreich: So hatten unter anderem Mini-Unterwasserfahrzeuge 2018 das im Jahr zuvor verschollene argentinische U-Boot «ARA San Juan» vor der Küste Patagoniens entdeckt. 2019 wurde das seit rund 50 Jahren im nordwestlichen Mittelmeer vermisste U-Boot «Minerve» aufgespürt.


Bildnachweis: © Vincent Thian/AP/dpa
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