2. August 2023 / Aus aller Welt

Reedereien sehen kaum Gefahr durch E-Autos auf ihren Fähren

Gefahrenszenario für Fähren? Das Feuer auf dem Autofrachter «Fremantle Highway» vor der niederländischen Küste soll ein E-Auto ausgelöst haben. Doch norddeutsche Reedereien sehen sich gut vorbereitet.

Das Fährschiff «Akka» der Reederei TT-Line wird in Rostock für die Überfahrt ins schwedische Trelleborg beladen.
von dpa

Auch nach dem vermutlich durch ein Elektroauto ausgelösten Feuer auf dem Frachtschiff «Fremantle Highway» bleiben Fährreedereien an den deutschen Küsten gelassen. Die Brandgefahr von E-Autos sei nicht größer als die von Verbrennern, sagte ein Sprecher der Reederei Stena Line.

Da sich die Brandszenarien von E-Autos und anderen Autos allerdings unterschieden, würden entsprechende Szenarien regelmäßig trainiert, damit jeder wisse, was im Brandfall zu tun sei, sagte der Sprecher. Stena Line betreibt unter anderem die Verbindung Kiel-Göteborg.

Frühe Branderkennung wichtig

Auch die Reederei TT-Line mit Sitz in Lübeck-Travemünde hält die Gefahr durch Brände von Elektrofahrzeugen auf den Autodecks ihrer Fähren für gering. Nach aktueller Studien- und Forschungslage sei die Wahrscheinlichkeit eines Brandes eines Elektroautos gleich oder sogar geringer als die eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor, sagte eine Sprecherin der Reederei.

Das Entscheidende bei einem Brand sei weniger die Frage nach der Antriebsart des brennenden Fahrzeugs, sondern dass der Brand möglichst früh erkannt wird, sagte Moritz Bruns von der Reederei FRS Baltic, die zwischen Sassnitz auf der Ostseeinsel Rügen und dem schwedischen Hafen Trelleborg verkehrt. Die Reederei Norden-Frisia setzt an Bord ihrer Autofähren auf «Löschteller», die zum Kühlen eines Brandherdes unter ein Fahrzeug geschoben werden könnten.

Spezieller Löschschaum an Bord

«Unabhängig von der Frage nach der Antriebsart investieren wir in neue Sicherheitssysteme», sagte Bruns. «Wir haben an Bord einen speziellen Löschschaum, der auch beim Löschen von Elektrobränden gut funktioniert, und eine spezielle Löschdecke zum Eindämmen an Bord», sagte Bruns. Bauliche Veränderungen seien dagegen kein Thema. «Schließlich können Elektrobrände auch von der Schiffstechnik ausgehen», sagte Bruns.

Zudem weisen alle befragten Unternehmen darauf hin, dass die Fähren nur relativ kurze Strecken zurücklegten. «Bei einem Brand im Fahrzeugdeck würde die Fähre sofort zum nächstgelegenen Hafen fahren, der maximal 45 Minuten entfernt ist», sagte Annemarie Zinck, Sprecherin der Reederei Scandlines.


Bildnachweis: © Jens Büttner/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Hobbymarkt am 7. Februar wieder mit kleinem Geflügel-Angebot
Stadt Verl

Am Samstag, 7. Februar, ist in Kaunitz von 6 bis 14 Uhr wieder Hobbymarkt. Nach der langen Pause aufgrund der...

weiterlesen...
Geflügelpest: Ab 22. Januar keine Stallpflicht mehr
Stadt Verl

Mit Wirkung zum 22. Januar, 0 Uhr, hebt der Kreis Gütersloh die allgemeine kreisweite Stallpflicht von Geflügel auf....

weiterlesen...
Sekt, Stimmung, Schunkeln: Weiberfastnacht im Ratssaal
Stadt Verl

An Weiberfastnacht wird’s im Ratssaal wieder bunt: Am Donnerstag, 12. Februar, lädt die Stadt Verl auch in diesem...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Erneut Glättegefahr im Norden und Nordosten Deutschlands
Aus aller Welt

Es wird wärmer in Deutschland. Vor allem im Norden und Nordosten ist aber auch heute noch mit Glätte zu rechnen.

weiterlesen...
Betrieb am BER läuft wieder - Verspätungen und Ausfälle
Aus aller Welt

Der Flugbetrieb am BER läuft wieder. Doch es kommt zu stundenlangen Verspätungen und Ausfällen. Betreiber und Passagiere müssen hoffen, dass es eisfrei bleibt.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Erneut Glättegefahr im Norden und Nordosten Deutschlands
Aus aller Welt

Es wird wärmer in Deutschland. Vor allem im Norden und Nordosten ist aber auch heute noch mit Glätte zu rechnen.

weiterlesen...
Betrieb am BER läuft wieder - Verspätungen und Ausfälle
Aus aller Welt

Der Flugbetrieb am BER läuft wieder. Doch es kommt zu stundenlangen Verspätungen und Ausfällen. Betreiber und Passagiere müssen hoffen, dass es eisfrei bleibt.

weiterlesen...