12. September 2021 / Aus aller Welt

Verharrendes Corona-Infektionsgeschehen in Deutschland

Vor einer Woche hatte die Sieben-Tage-Corona-Inzidenz bei 83,1 gelegen, seither hat sie sich nur wenig verändert. Auch die Zahl intensivmedizinisch behandelter Patienten steigt inzwischen nicht mehr so stark an.

Seit Beginn der Pandemie haben sich in Deutschland 4.077.640 Mernschen mit Sars-CoV-2 infiziert.
Veröffentlicht am 12. September 2021 um 12:41 Uhr von dpa

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Sonntag laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 80,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner - und damit etwas niedriger als am Vortag (82,8).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 7345 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 10.453 Ansteckungen gelegen. Allerdings wies das RKI-Dashboard am Sonntag für Baden-Württemberg nur einen neu hinzugekommenen Fall aus. In den Tagen zuvor waren es jeweils deutlich über 1000.

Ob es weitere Unstimmigkeiten gab, wurde vom RKI zunächst nicht mitgeteilt. Generell ist seit einigen Tagen annähernd ein Plateau beim Infektionsgeschehen zu beobachten: Am Sonntag vor einer Woche hatte die Inzidenz bei 83,1 gelegen, sie hat sich also seither kaum verändert.

Auch bei den Covid-19-Patienten auf Intensivstation scheint der zunächst steile Anstieg inzwischen etwas abzuflachen. Am Samstag wurden vom Divi-Intensivregister 1439 Covid-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung gemeldet - ein Plus von 27 zum Vortag. Am vorherigen Samstag hatte es ein Plus von 41 gegeben, am Samstag vor zwei Wochen (28.8.) ein Plus von 51 Patienten.

Wie lange die vierte Corona-Welle auf einem Plateau verharren könnte, ist unklar. Ohne noch deutlich steigende Impfquote rechnen Experten mit einem heftigen Anstieg der Fallzahlen im Herbst und Winter.

Deutschlandweit wurden den RKI-Angaben vom Sonntag zufolge binnen 24 Stunden acht Todesfälle verzeichnet, auch dabei kann es aber Datenlücken geben. Vor einer Woche waren es 21. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.077.640 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 1,95 an (Vortag 1,89). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.823.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.606.


Bildnachweis: © Oliver Berg/dpa
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