Nach einer Strafanzeige von Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes übernimmt die Staatsanwaltschaft Potsdam die Ermittlungen. Hintergrund sei, dass Fernandes hier ihren Wohnort hatte, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Nun würden die Akten der Staatsanwaltschaft Itzehoe in Schleswig-Holstein in Brandenburg geprüft und geschaut, ob sich ein Anfangsverdacht begründen lasse. «Möglicherweise bedarf es weiterer Unterlagen oder weiterer Auskünfte der Anzeigenstellerin.» Zuvor hatte die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» berichtet. Fernandes und ihr Ex-Partner, der Schauspieler Christian Ulmen, hatten vor ihrem Umzug 2023 nach Mallorca in der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam gewohnt. Fernandes richtet Vorwürfe gegen Ulmen, über die zuerst der «Spiegel» berichtet hatte. Sie wirft ihm vor, Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber pornografische Darstellungen verbreitet zu haben. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt Christian Schertz kündigte an, gegen die «initiale Berichterstattung» des «Spiegels» gerichtliche Schritte einzuleiten. Oberstaatsanwalt Peter Müller-Rakow von der Staatsanwaltschaft Itzehoe hatte am Freitag zur Abgabe des Falls nach Potsdam gesagt, durch die Prüfung «bezüglich der vorgeworfenen Handlungen» hätten sich Hinweise auf mögliche Tatorte im dortigen Bezirk ergeben. Nähere Angaben machte er nicht. Ob Potsdam auch die Strafanzeige von Fernandes gegen Ulmen auf Mallorca übernehme, sei noch nicht bekannt, so die Sprecherin. Die spanische Justiz hatte bekanntgegeben, den Fall an Deutschland abzugeben: Die zuständige Richterin in Palma habe diese Entscheidung getroffen, teilte die Justizsprecherin in Spanien mit. Fernandes hatte auch eine breite Debatte über sexualisierte Gewalt und Demonstrationen in mehreren deutschen Städten ausgelöst.Staatsanwaltschaft Itzehoe hatte Fall weitergeleitet
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Justiz in Potsdam übernimmt Verfahren nach Fernandes-Anzeige
Collien Fernandes erhebt Vorwürfe gegen ihren Ex-Partner, bei denen es um sexualisierte Gewalt geht. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft werden nun an ihrem früheren Wohnort weitergeführt.
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