4. Dezember 2022 / Aus aller Welt

Süditalien erneut von Unwettern heimgesucht

Feuerwehren im Dauereinsatz, Menschen müssen in Sicherheit gebracht werden. Heftiger Regen und ein Sturm treffen den Süden Italiens hart.

Auf einer überfluteten Straße treibt ein Auto in Kalabrien durch die Wassermassen.

Gut eine Woche nach den heftigen Niederschlägen und Erdrutschen auf der Insel Ischia mit mindestens elf Toten ist der Süden Italiens am Wochenende erneut von Unwettern heimgesucht worden. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz.

Auf Aufnahmen aus Gegenden wie der Provinz Crotone in Kalabrien war zu sehen, wie die Einsatzkräfte mit Schlauchbooten auf völlig überfluteten Straßen unterwegs waren. Menschen wurden in Sicherheit gebracht, die Unwetter richteten teils starke Sachschäden an. Verletzte wurden zunächst keine gemeldet.

Der Zivilschutz verfolgte die Entwicklung mit einem Krisenteam und twitterte am Sonntagmittag, dass es in Sizilien Erdrutsche und Schlammlawinen gab und Straßen versperrt seien. Aus Kalabrien und Apulien seien Überschwemmungen und Wirbelstürme gemeldet worden. Im Gebiet der Liparischen Inseln zwischen Sizilien und Kalabrien gab es am Morgen ein Erdbeben der Stärke 4,6, das keine Schäden anrichtete.

Auf der Insel Ischia verbrachten mehrere Hunderte Bewohner aus den weiterhin gefährdeten Gebieten die Nächte auf Samstag und Sonntag in Hotels oder bei Angehörigen. Sie waren am Freitag in Sicherheit gebracht worden, weil die Behörden nicht garantieren konnten, dass der neue Regen nicht zu weiteren Erdrutschen führen könne. Am Ende der vorigen Woche waren heftige Schlamm- und Geröllmassen von Hängen der Nordseite der Insel abgegangen und hatten im Ort Casamicciola Gebäude und Autos mit sich gerissen. Elf Menschen - darunter ein Neugeborenes und drei andere Kinder - kamen ums Leben. Eine Frau wurde weiterhin vermisst.

Meteorologen sagten voraus, dass die Schlechtwetterfront weiter nach Norden ziehen könnte. In Venedig waren in der Nacht auf Sonntag wegen einer Hochwasserwarnung einige Flutschutztore ausgefahren worden. Das System namens «Mose» mit insgesamt 78 mobilen Klappen an drei Meereszugängen zur Lagunenstadt kann dafür sorgen, dass diese bei Hochwasser nicht überschwemmt wird.


Picture credit: © Vigili del Fuoco/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Sender Straße gesperrt
Aktueller Hinweis

Ersatzhaltestellen für Busverkehr

weiterlesen...
Rodungsarbeiten in der ersten Januarwoche
Aktueller Hinweis

Sperrungen auf dem Kühlmannplatz

weiterlesen...
Kleine Highlights für Deine Silvesterparty
Rezepte

Glückskekse selber backen

weiterlesen...

Neueste Artikel

Messerattacke im Zug hat parlamentarisches Nachspiel
Aus aller Welt

Zwei Tage nach der Messerattacke im Regionalzug von Kiel nach Hamburg dreht sich viel um die Traueraufarbeitung. Doch auch der Umgang mit dem mutmaßlichen Täter wirft Fragen auf.

weiterlesen...
Fieberhafte Suche nach radioaktiver Kapsel in Australien
Aus aller Welt

Die auf dem Weg nach Perth abhanden gekommene Fracht ist klein, hat es aber in sich: Die Strahlenmenge des Cäsium-137 entspricht im Umkreis von einem Meter zehn Röntgenbehandlungen innerhalb einer Stunde.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Messerattacke im Zug hat parlamentarisches Nachspiel
Aus aller Welt

Zwei Tage nach der Messerattacke im Regionalzug von Kiel nach Hamburg dreht sich viel um die Traueraufarbeitung. Doch auch der Umgang mit dem mutmaßlichen Täter wirft Fragen auf.

weiterlesen...
Fieberhafte Suche nach radioaktiver Kapsel in Australien
Aus aller Welt

Die auf dem Weg nach Perth abhanden gekommene Fracht ist klein, hat es aber in sich: Die Strahlenmenge des Cäsium-137 entspricht im Umkreis von einem Meter zehn Röntgenbehandlungen innerhalb einer Stunde.

weiterlesen...