15. November 2025 / Aus aller Welt

WHO: Marburg-Ausbruch in Äthiopien

Das Marburg-Virus löst bei Menschen eine oft tödlich verlaufende Erkrankung aus. Nun berichtet die Weltgesundheitsorganisation von Erkrankungen in Äthiopien.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet von Todesfällen nach Infektionen mit dem Marburg-Virus in Äthiopien. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 15. November 2025 um 11:47 Uhr von dpa

Neun Menschen sind in Äthiopien an dem gefährlichen Marburg-Virus erkrankt. Das teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit Verweis auf die Bestätigung durch das Gesundheitsministerium des afrikanischen Landes mit. 

Das Marburg-Virus gehört zu den gefährlichsten bekannten Krankheitserregern. Es löst laut WHO eine oft tödlich verlaufende Erkrankung aus. Neben hohem Fieber, starken Kopf- und Muskelschmerzen entwickeln viele Patienten innerhalb einer Woche schwere Blutungen. Es gebe derzeit weder zugelassene Medikamente zur wirksamen Behandlung noch Impfstoffe zum Schutz vor einer Erkrankung, erläutert die WHO. 

WHO schickt Expertenteam

Bei dem Ausbruch in Äthiopien handelt sich um «den ersten seiner Art in dem Land», so die Gesundheitsorganisation. In anderen ostafrikanischen Ländern gab es zuletzt aber immer wieder Fälle und laut genetischen Analysen handele es sich um denselben Virusstamm, der nun auch in der Stadt Jinka in der Region Südäthiopien Erkrankungen auslöst. 

Die WHO hat ein Expertenteam für die Bekämpfung von Ausbrüchen solcher viraler hämorrhagischer Fieber die Region geschickt, heißt es in der Mitteilung vom Freitagabend. Die lokalen Behörden verstärken den Angaben zufolge ihre bisherigen Maßnahmen, wozu flächendeckende Untersuchungen, die Isolierung von Fällen und die Behandlung sowie die Kontaktverfolgung gehörten. 

Ansteckung über Körperflüssigkeiten

Bei vorherigen Ausbrüchen wurde das Marburg-Virus oft durch Flughunde übertragen. Die Ansteckung unter Menschen erfolgt über den Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines erkrankten Patienten, der Symptome zeigt, laut WHO ist eine Übertragung durch kontaminiertes Material auch möglich. 

Der Erreger trägt den Namen der deutschen Stadt Marburg, weil sich dort 1967 Laborangestellte mit dem bis dahin nicht bekannten Virus bei Versuchsaffen infiziert hatten.


Bildnachweis: © Lian Yi/Xinhua/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Übersicht über aktuelle Baustellen im Stadtgebiet
Stadt Verl

Wann, wo und wie lange? Hier finden Sie Informationen über aktuelle Verkehrsbaustellen im Stadtgebiet. So können Sie...

weiterlesen...
Nächster Hobbymarkt am 5. September
Stadt Verl

Am Samstag, 5. September, ist in Kaunitz von 6 bis 14 Uhr wieder Hobbymarkt. Neben Zier- und Wirtschaftsgeflügel sind...

weiterlesen...
Auf die Pfoten, fertig, los: Hundeschwimmen am 20. September
Stadt Verl

Die Freibadsaison in Verl neigt sich langsam dem Ende zu: Noch bis Sonntag, 13. September, können Besucherinnen und...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Laib für 60 Dollar - Run auf Roggenbrot in New York
Aus aller Welt

Schlangen vor gehypten Läden gehören in New York zum Stadtbild. Nach Frozen Joghurt, Pop-Ups und Broadway-Tickets wird jetzt auch für eine Roggenstulle angestanden.

weiterlesen...
Britpopband Oasis kündigt Konzerte in Deutschland an
Aus aller Welt

Vor mehr als 30 Jahren feierten die Gallagher-Brüder ihren Durchbruch, dann kam es zum Streit und 2025 schließlich zur Reunion: Nun dürfen sich auch Fans in Deutschland auf Oasis freuen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Laib für 60 Dollar - Run auf Roggenbrot in New York
Aus aller Welt

Schlangen vor gehypten Läden gehören in New York zum Stadtbild. Nach Frozen Joghurt, Pop-Ups und Broadway-Tickets wird jetzt auch für eine Roggenstulle angestanden.

weiterlesen...
Britpopband Oasis kündigt Konzerte in Deutschland an
Aus aller Welt

Vor mehr als 30 Jahren feierten die Gallagher-Brüder ihren Durchbruch, dann kam es zum Streit und 2025 schließlich zur Reunion: Nun dürfen sich auch Fans in Deutschland auf Oasis freuen.

weiterlesen...