Trotz weltweit rückläufiger Zahlen an Affenpocken-Nachweisen warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einem leichtfertigen Umgang mit der Krankheit. «Wenn Fallzahlen zurückgehen, kann ein Ausbruch um so gefährlicher sein», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. «Das kann uns dazu verleiten, zu glauben, die Krise sei vorüber, und dass wir nicht mehr wachsam zu sein brauchen.» Die WHO warnt davor, dass sich die Lage schnell und zunächst unbemerkt verschlimmern könnte, wenn die Überwachung zu früh nachlässt. Das beklagt sie auch bei der Corona-Pandemie. Es werde zu wenig getestet, und es würden zu wenig Virus-Sequenzen ermittelt. So sei es schwierig, die Ausbreitung zu überwachen und neue Varianten schnell zu entdecken. Affenpockenfälle seien zuletzt neu aus dem Sudan gemeldet worden, darunter aus einem Flüchtlingslager nahe der Grenze zu Äthiopien, berichtete Tedros. Auch in 21 Ländern in Süd- und Mittelamerika sei die Zahl der gemeldeten Fälle in der vergangenen Woche gestiegen. Weltweit wurden der WHO mehr als 70.000 Infektionen und 26 Todesfälle gemeldet. In Deutschland geht die Zahl der Affenpocken-Nachweise nach Angaben des Robert-Koch-Instituts seit August zurück. Zuletzt seien es weniger als 50 Fälle pro Woche gewesen.
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WHO warnt: Bei Affenpocken-Überwachung nicht nachlassen
Die Zahl der Menschen, die sich mit Affenpocken infizieren, geht weltweit zurück. Trotzdem warnt die WHO, dass die Gefahr noch nicht gebannt ist.
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