Es herrscht weiterhin winterliches Wetter in Deutschland - zahlreiche Straßen sind glatt und gefährlich. Bei einer Unfallserie aufgrund von Glätte auf der Autobahn 44 bei Paderborn sind am frühen Morgen drei Menschen ums Leben gekommen und mindestens elf verletzt worden. Das sagte eine Sprecherin der Polizei Bielefeld. Gegen 1.30 Uhr meldeten mehrere Verkehrsteilnehmer der Polizei Unfälle aufgrund von Straßenglätte. Wie die Polizei weiter berichtete, kam es zu einem Unfall mit einem Lastwagen und einem mit Papier beladenen Sattelaufleger. Der Sattelaufleger brannte. Der Fahrer des Lastwagens konnte den Angaben zufolge nicht mehr aus dem Führerhaus geborgen werden und starb an der Unfallstelle. Der andere Fahrer kam ins Krankenhaus. Nach bisherigen Erkenntnissen hätten sich darüber hinaus in beiden Fahrtrichtungen aufgrund von Straßenglätte weitere 17 Unfälle mit Personen- und Sachschaden ereignet, so die Polizei. Darunter sei mindestens ein weiterer Verkehrsunfall mit zwei Toten auf der Fahrbahn in Richtung Kassel. Zudem haben Eisregen und extreme Glätte erneut zu Schulausfällen in Niedersachsen geführt, betroffen sind Schulen in Osnabrück, der Grafschaft Bentheim, im Emsland und im Landkreis Vechta. Am Morgen gab es in dem Gebiet viele Verkehrsunfälle, ein Polizeisprecher nannte die Lage auf den Straßen «katastrophal». Der Deutsche Wetterdienst warnte vor allem westlich der Weser am Freitagvormittag vor Regen oder Sprühregen, der auf gefrorenen Böden zu gefährlichem Glatteis werden kann. In den betroffenen Landkreisen sowie in der Stadt Osnabrück fiel der Unterricht an den allgemeinbildenden Schulen aus. Laut Landkreis Osnabrück ist die Betreuung für alle Schülerinnen und Schüler, die trotz des Wetters zur Schule kommen, gesichert. Auf den Straßen zeigt sich nach Angaben eines Sprechers der Polizei Osnabrück ein «massives Problem»: Seit den frühen Morgenstunden habe es vom Teutoburger Wald bis zu den Ostfriesischen Inseln mehrere Hundert Unfälle wegen Glätte gegeben, es sei «brandgefährlich». In Tschechien ist es im Zusammenhang mit Glatteis zu mehr als 150 Verkehrsunfällen gekommen. Zudem stürzten viele Menschen auf den vereisten Gehwegen. In der Verwaltungsregion Südmähren aktivierte der Rettungsdienst wegen der großen Zahl an Einsätzen einen Notfallplan. Auf mehreren Autobahnen ging zeitweise gar nichts mehr. Vorübergehend gesperrt war etwa die D5 (E50) bei Pilsen (Plzen), nachdem ein Lkw gegen die Leitplanken gefahren und Treibstoff ausgetreten war. Das Wochenende wird winterlich - und teilweise glatt. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) vorhersagt, fällt am Samstag «eine Mischung aus Regen, gefrierendem Regen und Schnee». Der Sonntag wird trüb. Am Montag könnte es Neuschnee geben. «Nur im Westen und Südwesten liegen die Temperaturen im positiven Bereich», sagt DWD-Meteorologe Marco Manitta über den Samstag. «Ansonsten herrscht vielerorts Dauerfrost.» Abends setzt in Südbayern leichter Schneefall ein, der sich nach Norden ausbreitet. «Dabei kann es auch zu gefrierendem Regen kommen», erklärt Manitta. «Auch in den übrigen Regionen besteht Glättegefahr durch überfrierende Nässe, da verbreitet frostige Temperaturen vorherrschen.» Am Sonntag bleibt es vielerorts trüb, Sonnenschein ist selten. Meist bleibt es jedoch trocken, lediglich im Nordosten fällt stellenweise etwas Schnee. Am Abend setzt in Südbayern erneut leichter Schneefall ein, der in der Nacht zum Montag auf die Mitte und den Osten übergreift. Ursache ist ein Tiefdruckgebiet, das von den östlichen Alpen nach Polen zieht. Dieses ist auch für die Schneefälle am Montag verantwortlich, vor allem in der Osthälfte Deutschlands. Lokal sind laut DWD fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee möglich. «Noch ist unsicher, wie weit die Schneefälle nach Westen ausgreifen und wie intensiv sie ausfallen», sagte der Meteorologe. «In jedem Fall ist mit glatten Straßen zu rechnen.» Lediglich im äußersten Westen und Südwesten bleibe es «meist unspektakulär», da dort die Temperaturen überwiegend im positiven Bereich liegen.Erneut Schulausfälle in Niedersachsen
Nicht nur Deutschland betroffen
Wie wird das Wetter am Wochenende?
Sonnenschein ist selten
Bildnachweis: © Christian Müller/dpa
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