In Deutschland sind im vergangenen Jahr wieder mehr Kinder adoptiert worden. Nach einem historischen Tiefstand im Jahr 2023 stieg die Zahl um 1,7 Prozent auf 3.662 Kinder, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Mit rund 74 Prozent wurden die meisten Kinder von ihren Stiefmüttern oder Stiefvätern adoptiert. Weitere rund 25 Prozent der Adoptivkinder kamen zu Paaren, die das Kind gemeinsam adoptierten, 22 Prozent waren verschiedengeschlechtlich und 3 Prozent gleichgeschlechtlich. In knapp zwei Prozent der Fälle wurden die Kinder von einer Einzelperson angenommen. Die Kinder waren im Schnitt 5,3 Jahre alt, gut jedes zweite von ihnen (51 Prozent) war jünger als 2 Jahre. 7 Prozent der Kinder hatten vor der Adoption keinen deutschen Pass, 2 Prozent wurden aus dem Ausland angenommen – am häufigsten aus Thailand, Südafrika oder Sri Lanka. Der Großteil (72 Prozent) lebte zuvor mit einem leiblichen Elternteil und einem Stiefelternteil zusammen. Weitere Fälle schlossen sich an den Aufenthalt an eine Pflegefamilie, eine Heimerziehung oder eine anonyme Geburt an. Einen überdurchschnittlichen Anstieg von zehn Prozent gab es bei Adoptionen durch Stiefmütter in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ohne Angaben zum Kindsvater. Vergangenes Jahr gab es 1.243 solche Adoptionen. Dies entsprach gut einem Drittel aller Fälle. Rechnerisch standen im Jahr 2024 jedem vorgemerkten Adoptivkind fünf potenzielle Adoptivfamilien gegenüber, erklärte das Bundesamt. Die Zahl der vorgemerkten Kinder sank vergangenes Jahr um 26 Prozent auf den historischen Tiefstand von 665. Gleiches galt für die Zahl der Adoptionsbewerbungen, die um 14 Prozent auf 3.440 abnahm.Zwei Prozent kamen aus dem Ausland
Anstieg bei Adoption durch Stiefmütter
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Zahl der Adoptionen nach Tiefstand gestiegen
3.662 Kinder wurden 2024 adoptiert, ein Plus nach einem historischen Tiefstand aus dem Vorjahr. Ein Grund sind Adoptionen durch Stiefmütter oder -väter in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften.
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