Vier Raumfahrer aus den USA, Russland und den Vereinigten Arabischen Emiraten sind mit Applaus und Umarmungen auf der Raumstation ISS empfangen worden. Der «Crew Dragon» mit den zwei Amerikanern, einem Russen und einem Emirati dockte am Freitag an der ISS an, wie Live-Bilder der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigten. «Es ist immer toll zu sehen, wie ihr sicher durch die Luke kommt und eure Crewmitglieder trefft», sagte Kathryn Lueders, Leiterin des Nasa-Programms für bemannte Raumfahrt. Zuvor hatte das Raumschiff eine Zeit lang etwa 20 Meter von der Station entfernt verharren müssen, bis ein Softwarefehler behoben war. Dann wurde mit leichter Verspätung um 7.40 Uhr MEZ der erste Kontakt hergestellt. Die Raumkapsel der privaten Raumfahrtfirma SpaceX von Elon Musk war am Donnerstag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet. Damit flogen bereits zum wiederholten Mal seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine vor rund einem Jahr und den daraus resultierenden immensen Spannungen zwischen den USA und Russland Raumfahrer beider Länder gemeinsam ins All. Eigentlich war der Start bereits für Montag geplant gewesen, hatte aber wegen Problemen an der Zündanlage kurzfristig abgebrochen und verschoben werden müssen. Die nun zur ISS geflogene «Crew-6» besteht aus Stephen Bowen, Warren Hoburg, Andrej Fedjajew und Sultan al-Nijadi, die rund sechs Monate im All bleiben sollen. Hoburg, Fedjajew und Al-Nijadi sind zum ersten Mal im All, für Bowen ist es der vierte Raumflug. An Bord der ISS trafen sie auf die Kosmonauten Sergej Prokopjew, Dmitri Petelin und Anna Kikina, die Nasa-Astronauten Frank Rubio, Nicole Mann und Josh Cassada sowie Koichi Wakata aus Japan. Die «Crew-5» - Mann, Cassada, Wakata und Kikina - soll in wenigen Tagen zurück zur Erde fliegen. Für Prokopjew, Petelin und Rubio verzögert sich die Rückkehr, weil an der Sojus-Kapsel, mit der im September zur ISS gekommen waren, ein Leck entdeckt worden war. Nach Einschätzung von Experten wurde es durch den Einschlag eines Mikrometeoriten verursacht. Deswegen war am Wochenende ein Ersatzraumschiff an der ISS angekommen, mit dem die drei nun wahrscheinlich im September zur Erde zurückkehren sollen - anstelle von März, wie es ursprünglich geplant war.«Crew-5» kehrt bald zur Erde zurück
Bildnachweis: © Uncredited/NASA/AP/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Zwei Amerikaner, ein Russe und ein Emirati an ISS angekommen
Trotz der immensen Spannungen zwischen den USA und Russland wegen des Krieges in der Ukraine arbeiten beide Länder im Weltraum nach wie vor zusammen.
Meistgelesene Artikel
- 9. April 2026
Übersicht über aktuelle Baustellen im Stadtgebiet
Wann, wo und wie lange? Hier finden Sie Informationen über aktuelle Verkehrsbaustellen im Stadtgebiet. So können Sie...
- 15. April 2026
Ab ins Wasser: Verler Freibadsaison beginnt am 30. April
Endlich startet die Freibadsaison wieder: Am Donnerstag, 30. April, öffnet das Freibad in Verl um 6 Uhr seine Türen....
- 2. April 2026
Nächste Sprechstunde des Bürgermeisters am 9. April
Zu seiner nächsten Bürgersprechstunde lädt Bürgermeister Robin Rieksneuwöhner am Donnerstag, 9. April, ein. In der...
Neueste Artikel
- 19. April 2026
Tag vier der Walrettungs-Aktion vor Insel Poel startet
Seit 20 Tagen liegt der tonnenschwere Buckelwal vor der Ostseeinsel Poel fest. Möglicherweise wird das Tier heute aus seiner misslichen Lage befreit – die Arbeiten der privaten Initiative ziehen sich.
- 19. April 2026
Sechs Monate nach dem Raub: Wo sind die Louvre-Juwelen?
Verdächtige sind gefasst, die Beute bleibt verschwunden. In Polizeikreisen spricht man von «verfluchtem Schmuck». Wo stehen die Ermittlungen sechs Monate nach dem Einbruch im Pariser Museum?
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 19. April 2026
Tag vier der Walrettungs-Aktion vor Insel Poel startet
Seit 20 Tagen liegt der tonnenschwere Buckelwal vor der Ostseeinsel Poel fest. Möglicherweise wird das Tier heute aus seiner misslichen Lage befreit – die Arbeiten der privaten Initiative ziehen sich.
- 19. April 2026
Sechs Monate nach dem Raub: Wo sind die Louvre-Juwelen?
Verdächtige sind gefasst, die Beute bleibt verschwunden. In Polizeikreisen spricht man von «verfluchtem Schmuck». Wo stehen die Ermittlungen sechs Monate nach dem Einbruch im Pariser Museum?

