Der Zustand der beiden schwer kranken Koalas Godarra und Eora im Duisburger Zoo hat sich so verschlechtert, dass sie eingeschläfert werden mussten. Beide Tiere litten unter Verdauungsproblemen mit starken Durchfällen, die für die sensiblen Tiere lebensbedrohlich sind, wie der Zoo mitteilte. Die Entscheidung sei «alternativlos» gewesen, da es keine Heilungschance mehr gegeben habe, sagte ein Zoosprecher. In den vergangenen Tagen waren bereits drei Koalas in Folge von Verdauungsproblemen gestorben. «Das ist ein schwerer Schicksalsschlag, auch für den Erhalt dieser bedrohten Tierart. In den nächsten Tagen wird es vor allem darum gehen, diese leidvollen Ereignisse zu verarbeiten und weiterhin mögliche Ursachen zu untersuchen», sagte Zoodirektorin Astrid Stewin. Der Duisburger Zoo ist europaweit Spezialist für die aufwendige Zucht und Zoo-Haltung der Koalas, die ausschließlich Eukalyptusblätter fressen - und zwar jeden Tag frische und unterschiedliche Sorten. Nach dem Tod der insgesamt fünf Tiere leben nun noch vier Koalas im Duisburger Koala-Haus. Der Zoo hatte frühzeitig bei den ersten Symptomen der anderen Tiere Vorkehrungen zum Schutz getroffen und gesunde und kranke Tiere getrennt. Sie sind gesund und zeigen keinerlei auffälliges Verhalten oder Krankheitssymptome, wie der Zoo mitteilte. Die vier Koalas leben aktuell hinter den Kulissen des Koala-Hauses, daher sind sie derzeit für Zoogäste nicht zu sehen. Das Koala-Haus bleibt vorerst weiterhin geschlossen. Nachdem die beiden Koala-Weibchen eingeschläfert worden waren, habe eine pathologische Untersuchung Veränderungen im Darm ergeben. Solche Veränderungen der Darm-Bakterien seien bei Koalas wissenschaftlich lange bekannt. Die Gründe dafür könnten vielfältig sein, eine Therapie betroffener Tiere sei sehr schwierig. «Womöglich werden wir damit leben müssen, hier nie eine abschließende Antwort zu finden», sagte die Zoodirektorin. Die in Zoos äußerst selten gehaltenen Koalas sind bei der Geburt nur so groß wie ein Gummibärchen und wiegen nach den ersten Lebensmonaten nur wenige hundert Gramm. Im Duisburger Zoo werden seit 30 Jahren Koalas gehalten. Er ist nach eigenen Angaben europaweit führend bei der Zucht.Vier verbleibende Koalas sind gesund
Bei Geburt nicht größer als ein Gummibärchen
Bildnachweis: © Roland Weihrauch/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Zwei schwer kranke Koalas im Duisburger Zoo eingeschläfert
Das Drama im Duisburger Zoo geht weiter: Nach dem Tod von drei Koalas wegen Verdauungsproblemen mussten jetzt zwei weitere der seltenen Tiere eingeschläfert werden. Sie waren nicht mehr zu retten.
Meistgelesene Artikel
- 15. Juli 2026
Übersicht über aktuelle Baustellen im Stadtgebiet
Wann, wo und wie lange? Hier finden Sie Informationen über aktuelle Verkehrsbaustellen im Stadtgebiet. So können Sie...
- 16. Juli 2026
Bürgerservice in den Sommerferien samstags geschlossen
Der Bürgerservice der Stadt Verl bleibt in den Sommerferien samstags geschlossen. Der letzte geöffnete Samstag vor den...
Am „Verler Leben“-Sonntag, 6. September, lädt der beliebte Flohmarkt für Babyausstattung, Kinderkleidung und...
Neueste Artikel
- 10. August 2026
Koffer-Leiche in Australien entpuppt sich als Sexpuppe
Ein Koffer am Straßenrand sorgt in Australien für einen Großeinsatz. Sogar Forensik-Experten rücken an. Jetzt ist klar: Bei der vermeintlichen Leiche handelte es sich um eine Sexpuppe - mit Piercing.
- 10. August 2026
Mehr Kinder im Straßenverkehr verunglückt
Die Zahl der Unfallopfer unter 15 Jahren steigt um sieben Prozent. Auch die Zahl der Todesopfer geht nach oben: 74 Kinder kamen im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen ums Leben.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 10. August 2026
Koffer-Leiche in Australien entpuppt sich als Sexpuppe
Ein Koffer am Straßenrand sorgt in Australien für einen Großeinsatz. Sogar Forensik-Experten rücken an. Jetzt ist klar: Bei der vermeintlichen Leiche handelte es sich um eine Sexpuppe - mit Piercing.
- 10. August 2026
Mehr Kinder im Straßenverkehr verunglückt
Die Zahl der Unfallopfer unter 15 Jahren steigt um sieben Prozent. Auch die Zahl der Todesopfer geht nach oben: 74 Kinder kamen im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen ums Leben.

