4. März 2025 / Aus aller Welt

Zyklon «Alfred» steuert auf Australiens Ostküste zu

Tropensturm «Alfred» nimmt Kurs auf eine dicht besiedelte Region an Australiens Ostküste. Es ist der erste Zyklon-Alarm seit Jahrzehnten. Wie zerstörerisch schätzen die Experten den Sturm ein?

Viele Strände sind bereits überschwemmt, während sich im Ozean meterhohe Wellen auftürmen.
Veröffentlicht am 4. März 2025 um 10:27 Uhr von dpa

Der Zyklon «Alfred» bewegt sich unaufhaltsam auf die australische Ostküste zu. Berichten zufolge leben rund vier Millionen Menschen in der Region im südlichen Queensland und nördlichen New South Wales, auf die der Tropensturm zusteuert. «Alfred» wird laut Meteorologen voraussichtlich am Donnerstagabend oder frühen Freitagmorgen (Ortszeit) auf Land treffen. 

Es ist der erste Tropensturm dieser Stärke seit Jahrzehnten, der in dem Gebiet rund um Brisbane und die beliebte Touristenregion Gold Coast die Küste erreichen wird, wie der Sender ABC berichtete. Der Sturm ist seit Tagen das Top-Thema in australischen Medien. 

«Zerstörerische Windböen»

Die Behörden forderten die Bevölkerung immer wieder auf, sich vorzubereiten und ihre Häuser zu sichern. Zwar wurden zehntausende Sandsäcke verteilt - jedoch war die Nachfrage so groß, dass sich teilweise lange Schlangen vor den Ausgabezentren bildeten.

Viele Strände sind bereits überschwemmt, während sich im Ozean meterhohe Wellen auftürmen. Das Wetteramt BoM erwartet für die kommenden Tage Extremregen und «zerstörerische Windböen von bis zu 155 Kilometern pro Stunde».

Als Folge rechnen die Einsatzkräfte mit heftigen Überschwemmungen. Die Bürgermeisterin von Gold Coast, Donna Gates, sagte, dass bis zu 6.000 Grundstücke von Sturmfluten betroffen sein könnten. Aus anderen Landesteilen waren Teams unterwegs, um bei eventuellen Rettungsaktionen zu helfen. 

Auch der Sport ist betroffen: Ein wichtiges Spiel der Australian Football League (AFL), das am Donnerstagabend in Brisbane stattfinden sollte, wurde verschoben. Die National Rugby League verlegte Spiele aus der Region in andere Stadien.

Surfer reiten die Monsterwellen 

Der Fährverkehr in der Region wurde vorsichtshalber eingestellt, mehrere Kreuzfahrtschiffe änderten ihre Route. Nach Hamsterkäufen besorgter Bürger herrschte in den Regalen viele Supermärkte gähnende Leere. Nur erfahrene Surfer freuten sich über die Monsterwellen, die etwa am Surfer-Hotspot Byron Bay im Vorfeld des Zyklons in Richtung Küste rollten, berichtete der Sender 9News.


Bildnachweis: © Jono Searle/AAP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Rollator-Club trifft sich am 14. und 28. August
Stadt Verl

Unter dem Motto „Bewegung ist die beste Medizin“ trifft sich regelmäßig an jedem 2. und 4. Freitag im Monat der...

weiterlesen...
Gesprächskreis „Vergissmeinnicht“ am 18. August
Stadt Verl

Der offene Gesprächskreis „Vergissmeinnicht“ für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz trifft sich das...

weiterlesen...
Monatliche Sprechstunde für Angehörige von Demenzkranken
Stadt Verl

An jedem 4. Dienstag im Monat findet in der Zeit von 10 bis 12 Uhr in Verl eine Sprechstunde des Diakonie...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Mathematiker will Formel für Liebe gefunden haben
Aus aller Welt

Liebe ist nicht mystisch oder unberechenbar – sie folgt erkennbaren Mustern, die durch Mathematik beschreibbar sind. Das zumindest behauptet ein Mathematiker. Doch der Ansatz überzeugt nicht alle.

weiterlesen...
Waldbrand im Hohen Venn: Lage stabil
Aus aller Welt

Leichter Regen, feuchte Luft, kein Wind: Das Feuer im Hohen Venn rückt nicht mehr näher auf die deutsche Grenze zu, die Lage hat sich stabilisiert. In der Nacht mussten Anwohner ihre Häuser verlassen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Mathematiker will Formel für Liebe gefunden haben
Aus aller Welt

Liebe ist nicht mystisch oder unberechenbar – sie folgt erkennbaren Mustern, die durch Mathematik beschreibbar sind. Das zumindest behauptet ein Mathematiker. Doch der Ansatz überzeugt nicht alle.

weiterlesen...
Waldbrand im Hohen Venn: Lage stabil
Aus aller Welt

Leichter Regen, feuchte Luft, kein Wind: Das Feuer im Hohen Venn rückt nicht mehr näher auf die deutsche Grenze zu, die Lage hat sich stabilisiert. In der Nacht mussten Anwohner ihre Häuser verlassen.

weiterlesen...