16. Dezember 2025 / Kreis Gütersloh

„Die Arbeit des Feuerwehr- und Rettungsdienstzentrums ist ein Fundament unserer Sicherheit“

Gütersloh. Startschuss für das Großprojekt des Kreises Gütersloh: Am Montag, 15. Dezember, empfing Landrätin Ina...

von Isabelle Gruschke

Gütersloh. Startschuss für das Großprojekt des Kreises Gütersloh: Am Montag, 15. Dezember, empfing Landrätin Ina Laukötter in Verl-Sürenheide auf dem Grundstück an der ‚Rettungsgasse 2‘ zum traditionellen Spatenstich. Hier entsteht auf einem rund 28.000 Quadratmeter großen Grundstück das Feuerwehr- und Rettungsdienstzentrum des Kreises Gütersloh nach den Plänen des Braunschweiger Architekturbüros ‚Struhk Architektur‘. In dem Bau unweit der Autobahn 2 sollen die Einrichtungen des Brand- und Katastrophenschutzes einschließlich der Kreisfeuerwehrschule, die zentralen Einrichtungen des Kreisrettungsdienstes, die Kreisleitstelle sowie die Logistik für Tierseuchenlagen zusammengefasst werden. Auch ein redundanter Serverraum für die Kreis-IT findet in dem Gebäude Platz. Zusammen mit Kreisbrandmeister Dietmar Holtkemper, Dezernentin Dr. Angela Lißner, Verls Bürgermeister Robin Rieksneuwöhner, Dezernent Andreas Poppenborg sowie Vertretern aus Kreistag und vom Architekturbüro sowie von den Projektsteuerern griff Laukötter zum Spaten. „Bei jeder Lage sind Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst für uns im Einsatz. Und damit das so bleibt, investiert der Kreis Gütersloh heute in Sicherheit, in Vorsorge – und in die Menschen, die in Not für uns da sind“, sagte die Landrätin auf der Baustelle. „Hier entsteht ein Ort der Aus- und Fortbildung, der Zusammenarbeit – und im Ernstfall ein Ort, an dem schnelle Hilfe ihren Anfang nimmt.“ 2028 soll der Bau bezugsfertig sein.

Die Kreisverwaltung rechnet aktuell mit einem Kostenvolumen von 72,1 Millionen Euro für das Feuerwehr- und Rettungsdienstzentrum. Abzüglich bereits zugesagter Förderung sowie der Beteiligung der Krankenkassen an den Kosten für Kreisleitstelle und Rettungsdienst verbleiben Kosten von 56,1 Millionen Euro.


An der ‚Rettungsgasse 2‘ in Verl-Sürenheide entsteht ein klimafreundlicher, nachhaltiger vierstöckiger Komplex mit Fahrzeugstellplätzen, Materiallagern, Büros, Schulungsräumen und ganz viel Technik. Für den Brand- und Katastrophenschutz – inklusive Kreisfeuerwehrschule – werden Schulungsräume, Schlauchpflegerei, Atemschutzwerkstatt, Atemschutzübungsstrecke sowie Räume für die Kreiseinsatzleitung und die Informations- und Kommunikationsgruppe gebaut sowie Fahrzeughallen für Sonderfahrzeuge und Sondereinsatzmittel wie Absetz-Container für den Brand- und Katastrophenschutz. Für diese Fahrzeuge und andere, etwa die Ersatz-Rettungswagen, sind 52 Stellplätze in den Fahrzeughallen eingeplant. Dazu kommen noch Werkstatt, Wasch- und Desinfektionshalle. Für den Rettungsdienst sind ein Zentrallager für Verbrauchsmaterialien inklusive Pandemievorräte vorgesehen. Vorgehalten werden an der ‚Rettungsgasse 2‘ ebenfalls Medizinprodukte, Fahrzeuge, Ersatzfahrzeuge und Dienstbekleidung. Der Rettungsdienst erhält dort Büros für Sonderfunktionen, eine zentrale Desinfektionseinheit inklusive Gefahrstofflager sowie Schulungsräume für Simulationen im Rahmen der Aus- und Weiterbildung. Auch die Leistelle, die aktuell noch bei der Berufsfeuerwehr Gütersloh untergebracht ist, wird in das neue Gebäude einziehen. Zudem wird in dem Komplex das Logistikzentrum Tierseuchenbekämpfung eingerichtet. Für das Veterinäramt bietet sich die Chance, den Hygieneblock des Rettungsdienstes sowie auch die übrige Infrastruktur des Gebäudes in einem Tierseuchenfall zu nutzen.
Durch die Integration der Leitstelle wird das Feuerwehr- und Rettungsdienstzentrum durchgehend mit Personal besetzt sein. Zählt man Leitstelle, Feuerwehr und Rettungsdienst zusammen, arbeiten 70 Personen künftig hier. Sechs von der Feuerwehr, 20 vom Rettungsdienst (Verwaltung und Krankentransport) sowie 44 von der Leitstelle. Tagsüber haben 16 Personen in der Leitstelle Dienst, die rund um die Uhr im Schichtbetrieb besetzt ist, nachts und am Wochenende sind es sechs. Das Gebäude weist eine Nutzfläche von 8.612 Quadratmeter auf, die sich auf Büros, Werkstätten, Schulungsräume, Ruheräume, Lagerflächen und Stellplätzen in den Hallen verteilen. Rund 2.000 Quadratmeter umfasst laut Plan die Verkehrsfläche und die Fläche für Technik. „Die Arbeit des Feuerwehr- und Rettungsdienstzentrums ist ein Fundament unserer Sicherheit. Und sie ist ein Versprechen an die Menschen im Kreis Gütersloh: Wir nehmen ihre Sicherheit ernst“, betonte Laukötter.

Aufgeben kann der Kreis durch den Neubau verschiedene Liegenschaften und gemietete Räume verteilt im Kreisgebiet, etwa die Kreisfeuerwehrschule St. Vit, das Rettungsdienstzentrum in Schloß Holte, das Pandemielager, die Räume der Kreisleitstelle in dem Gebäude der Berufsfeuerwehr Gütersloh sowie die Vorhaltungen für ein ‚Not-Logistikzentrum‘ Tierseuchen auf dem Kreisbauhof in Wiedenbrück. Dadurch spart der Kreis jährlich künftig rund 252.000 Euro.






 Zum Thema: Das Feuerwehr- und Rettungsdienstzentrum in Zahlen

Das Feuerwehr- und Rettungsdienstzentrum wird auf einem Grundstück von rund 28.000 Quadratmetern errichtet. 8.612 Quadratmeter Nutzfläche, 1.654 Quadratmeter Verkehrsfläche, 491 Quadratmeter nimmt die Technik ein. Die Bruttogeschossfläche beträgt 12.206 Quadratmeter, der Brutto-Rauminhalt 64.468 Quadratmeter – letzteres ist der großen Höhe in den Hallen mit den Stellplätzen geschuldet. Die PV-Anlage auf dem Dach wird auf 394,2 Kilowatt-Peak Leistung kommen. 26 Fahrzeuge der Feuerwehr und 16 Abrollbehälter zum Teil auf Wechselladern werden in Sürenheide stationiert, der Rettungsdienst kommt auf elf Fahrzeuge. Baubeginn ist im März 2026, Fertigstellung 2028.

Quelle: Kreis Gütersloh - hier Original öffnen (www.kreis-guetersloh.de)


Bildnachweis/Bildinformationen: Setzen den symbolischen Spatenstich für das Feuerwehr- und Rettungsdienstzentrum: (v.l.) Verls Bürgermeister Robin Rieksneuwöhner, Helmut Kaltefleiter (Vorsitzender des Arbeitskreises Feuerwehr- und Rettungsdienstzentrum), Kreisbrandmeister Dietmar Holtkemper, Bernd Paliga-Könneke (Struhk Architektur), Dezernent Andreas Poppenborg, Dezernentin Dr. Angela Lißner, Landrätin Ina Laukötter und Oliver Kappauf (Hitzler Ingenieure). Foto: Kreis Gütersloh

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