23. März 2020 / Aus dem Rathaus

Verzicht auf Elternbeiträge

Stadt verzichtet im April auf Elternbeiträge für Kita, Kindertagespflege und OGS

Veröffentlicht am 23. März 2020 um 12:00 Uhr

Stadt verzichtet im April auf Elternbeiträge für Kita, Kindertagespflege und OGS

Aufgrund der landesweiten Schließung der Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen seit dem 16. März wird die Stadt Verl im April auf die Elternbeiträge für die Betreuung in den Kitas und bei den Tagesmüttern verzichten. Auf diese kreisweit einheitliche Vorgehensweise hatte sich die Verwaltung bereits am Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit den Jugendamtsdezernenten der Städte Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück sowie des Kreises verständigt, weil eine landesweite Beitragsregelung durch das Familienministerium aktuell nicht zu erwarten ist. Das gleiche gilt in Verl für die Betreuung in der Offenen Ganztagsschule.

Da die Schließung der Einrichtungen durch das Land NRW zunächst bis zum 19. April verfügt wurde, erhalten alle Eltern für die rund einmonatige Schließung einen entsprechenden finanziellen Ausgleich über den Elternbeitrag. Dies gilt auch für die Eltern, die wegen ihrer beruflichen Verpflichtungen zur Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur ein Betreuungsangebot in Notgruppen nutzen. Damit möchte die Stadt Verl einen Beitrag zur Anerkennung dieser Leistungen beitragen. Da es sich bei dem Beitragsverzicht um eine freiwillige Leistung der Stadt Verl in Höhe von rund 145.000 Euro handelt, ist ein politischer Dringlichkeitsbeschluss erforderlich. Die Verwaltung hat sich bereits am Mittwochabend mit den Fraktionsvorsitzenden im Rahmen einer Videokonferenz hierüber abgestimmt und sich das Einverständnis der Fraktionen geben lassen. Wichtig: Die Eltern müssen keine Anträge für die Beitragsbefreiung stellen. Die Fachbereiche Jugend und Schule werden im April einfach keine Beiträge von den Konten der Eltern einziehen.

Gefragt sei jetzt eine pragmatische Lösung, betonen Jugenddezernent Heribert Schönauer, Jugendamtsleiter Patrick Bullermann und Dirk Hildebrandt, Fachbereichsleiter Schule. Durch die Schließung der 14 Kitas, 40 Kindertagespflegestellen und vier Offenen Ganztagsschulen einschließlich der Randstundenbetreuungen zu Beginn dieser Woche mussten in Verl die Eltern von 1200 Kindergartenkindern und 575 OGS-Schülerinnen und -schülern die Betreuung ihrer Kinder innerhalb von nur zwei Tagen für die nächsten Wochen selber organisieren. „Diese Mammutaufgabe haben die Eltern sehr besonnen umgesetzt“, zollt Heribert Schönauer den Eltern großen Respekt. „Für die tolle Unterstützung aller Beteiligten in dieser außerordentlichen, noch nie dagewesenen Situation bedankt sich die Stadt Verl bei allen Eltern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Betreuungseinrichtungen.“ Es habe auch viel Verständnis dafür gegeben, dass die Verwaltung zunächst die Notbetreuung organisieren musste und die Frage nach den Elternbeiträgen erst im zweiten Schritt bearbeiten konnte, die jetzt aber auch zeitnah und praktisch gelöst wurde.

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