20. Juli 2021 / Wissenswertes

Stadt testet verschiedene Lüftungskonzepte

Umfangreiche Messungen in drei Klassenräumen geplant

Um die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus in den Schulen zu verringern, wird immer wieder über den Einsatz von Luftfiltern diskutiert. Ob die Maßnahme sinnvoll ist oder nicht, darüber gehen die Meinungen allerdings auseinander. Die Stadt Verl setzt seit Monaten auf das Lüften und sieht sich damit auf einer Linie mit den Empfehlungen des Umweltbundesamtes. Automatisch und zentral gesteuert werden in den Schulgebäuden alle 20 Minuten die Oberlichter für fünf Minuten geöffnet.  

Wie wirksam das bisherige Lüftungssystem ist, wurde mit Rauch untersucht. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass der Luftaustausch nach drei Minuten komplett vollzogen ist. »Je kälter es draußen ist, desto schneller geht es.« Und bereits ein bis zwei Minuten nach dem Lüften sei die erforderliche Raumtemperatur wieder erreicht, berichtet Frank Höwelhasse vom Fachbereich Gebäudemanagement-Unterhaltung (links im Bild, mit Andreas Markmann von der Firma Kosfeld Raumluft-Technik Gütersloh).

Zusätzlich wurden im vergangenen Jahr für die Klassen- und Fachräume in allen Grund- und weiterführenden Schulen sowie die städtischen Kindertagesstätten insgesamt 250 CO2-Ampeln zur Überprüfung des Raumklimas angeschafft und eingebaut. Auch damit habe man gute Erfahrungen gemacht, so Frank Höwelhasse.

Nun geht die Stadt jedoch noch einen Schritt weiter und stattet drei Klassenräume des Gymnasiums mit umfangreicher Messtechnik aus, um in den kommenden Wochen und Monaten vergleichbare Daten für verschiedene Lüftungskonzepte zu sammeln. Im ersten der drei Klassenräume des achten Jahrgangs bleibt alles wie gehabt, indem sich die Oberlichter alle 20 Minuten für fünf Minuten automatisch öffnen. Im zweiten Fall wird ein Gerät zur abluftunterstützten Fensterlüftung eingebaut. Und im dritten Klassenraum kommt eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung zum Einsatz, so dass hier zur CO2-Reduzierung keine Fensterlüftung mehr erforderlich ist.

»Während der gesamten Heizperiode, also vom Herbst über den Winter bis in den Frühling hinein, werden wir in allen drei Räumen umfangreiche Messungen durchführen«, kündigt Frank Höwelhasse an. Die Kosten für die Maßnahme betragen rund 25.000 Euro. Aus den Messergebnissen will die Stadtverwaltung auch Rückschlüsse für kommende Neubauten und Sanierungen ziehen.

(Pressemitteilung der Stadt Verl)

Bildquelle: ©Pressestelle der Stadt Verl

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