7. Juni 2022 / Aktueller Hinweis

Am 9. Juni Sirenentest im Kreis Gütersloh

Knapp 150 Sirenen werden geprüft

Veröffentlicht am 7. Juni 2022 um 17:44 Uhr

Wenn Sirenen heulen, warnen sie im Normalfall vor einer Gefahrensituation. Um die Bürgerinnen und Bürger mit den unterschiedlichen Signalen vertraut zu machen und auch dafür zu sensibilisieren, was im Gefahrenfall zu tun ist, wird am Donnerstag, 9. Juni, in allen Kreisen in Ostwestfalen-Lippe ein Probealarm durchgeführt. Im Kreis Gütersloh werden an diesem Tag knapp 150 Sirenen geprüft.

Ab Samstag, 2. Juli, werden in den Kommunen der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn dann auch wieder an jedem ersten Samstag im Monat um 12 Uhr die Sirenen getestet. Im Juni wird darauf noch wie in den zurückliegenden Monaten verzichtet.

Der Krieg in der Ukraine hat bei vielen Geflüchteten Spuren hinterlassen. Sirenengeräusche gingen in den vergangenen Monaten für viele mit einer akuten Gefahr einher. Um keine Ängste bei den geflüchteten Menschen zu schüren, haben sich viele Kreise dazu entschieden, den vierwöchentlichen Probealarm über die Sirenen am Samstagmittag bis auf Weiteres auszusetzen. Auch das Land hat den NRW-Warntag im März abgesagt.

„Das Warnsystem darf jedoch nicht in Vergessenheit geraten. Auch angesichts zunehmender gefährlicher Wetterlagen, wie zuletzt in den Kreisen Höxter und Paderborn, ist es wichtig, dass die Bevölkerung Warnsignale erkennt und richtig deutet“, erklären die Leiter der Bereiche Bevölkerungsschutz, Ordnung und Sicherheit in den sechs ostwestfälischen Kreisen. „Daher haben wir uns gemeinsam dazu entscheiden, einen OWL-Warntag durchzuführen und auch die Probealarmierung am ersten Samstag im Monat wieder zu aktivieren“. Damit die ukrainischen Geflüchteten nicht von den Sirenen überrascht werden, sollten Verwandte, Bekannte oder Betreiber von Flüchtlingseinrichtungen rechtzeitig darüber informieren und ihnen so mögliche Ängste nehmen.

Der Probealarm für den OWL-Warntag beginnt um 11 Uhr mit einem Dauerton. Bei einer Großschadenslage bedeutet dieser: Entwarnung, die Gefahr ist vorbei. Um 11.05 Uhr folgt eine Minute lang ein auf- und abschwellender Heulton. Im Ernstfall ist dies ein wichtiges Warnsignal für die Bevölkerung. Bürgerinenn und Bürger werden bei einer Großschadenslage oder einer anderen akuten Gefahr aufgefordert, den Lokalsender Radio Gütersloh einzuschalten, die Warn-Apps zu nutzen, auf Lautsprecherdurchsagen zu achten oder Hinweise auf den Internetseiten der Kreise und Kommunen zu beachten, um weitere Informationen abzuwarten.

Da es sich bei dem Sirenen-Test lediglich um eine Probealarmierung handelt, werden am Donnerstag keine Rundfunkdurchsagen im Radio gesendet oder weitere Informationen bereitgestellt. Um 11.10 Uhr folgt erneut ein Dauerton von einer Minute, der Entwarnung signalisiert. Parallel dazu erfolgt eine Probealarmierung über die Warnsysteme NINA und BIWAPP.

Weitere Informationen zu den Warnungen und Bedeutungen der Signale gibt es im Internet unter www.warnung.nrw oder www.kreis-guetersloh.de/katastrophenschutz

Quelle & Bild: Stadt Verl

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