12. Juni 2021 / Interview

Die Kraft der lokalen Gemeinschaft

Unser Schwesterportal wird 10 Jahre alt - Mein Rheda-Wiedenbrück App im Interview

(l.) Alexander Martinschledde Geschäftsführer Mein RHWD (r.) Tobias Wellerdiek City App Manager Mein RHWD
Veröffentlicht am 12. Juni 2021 um 10:30 Uhr

Das digitale Stadtportal Mein Rheda-Wiedenbrück feiert 10-jähriges Bestehen. Auch Das Stadtgespräch gratuliert ganz herzlich. Zum Geburtstag sprachen wir mit Gründer und Geschäftsführer Alexander Martinschledde über das Potenzial der Plattform, aktuelle Weiterentwicklungen und das Heimwehgefühl, das der stets aktuelle Draht in die Heimat bei manch einem auslöst.

Das Stadtgespräch: Mit Mein Rheda-Wiedenbrück fing vor 10 Jahren alles an. Wie kam es zu der Idee, den lokalen Handel auch digital zu unterstützen?

Alexander Martinschledde:
Diese Zeit war der Start von Social Media und der Markteintritt der ersten Apps auf dem iPhone. Wir haben mit Mein Rheda-Wiedenbrück diese völlig neuen Kanäle mit der Webseite verbunden und haben dies als großartige Chance gesehen, dem lokalen Handel eine breite Plattform zu bieten. Wichtig war es uns auch, erstmalig die Vielfalt beider Stadtteile mit einer gemeinsamen Marke zu verbinden. 

Das Stadtgespräch: Was hat sich seit dem Start von Mein Rheda-Wiedenbrück getan?

Alexander Martinschledde: Wir sind sehr glücklich darüber, eine treue und vertraute Interessengemeinschaft in unserer Stadt aufgebaut zu haben. Uns erreichen wöchentlich Nachrichten aus dem Ausland und anderen Teilen von Deutschland von weggezogenen Rheda-Wiedenbrückern, die MeinRHWD jeden Tag folgen. Dabei lösen wir manchmal auch ein kaum auszuhaltendes Heimweh- und Rückkehr-Gefühl aus. Hier sehen wir, was die Kraft der Gemeinschaft bewirken kann. Wir sind sehr froh mit der Zeit allen wichtigen lokalen Akteuren, Institutionen und auch Vereinen eine gemeinsame Bühne für die Menschen vor Ort zu geben.

Das Stadtgespräch: Es folgten dann schnell weitere Städte und Kreise wie Gütersloh, Warendorf oder Münster. Was macht lokale Plattformen so erfolgreich?

Alexander Martinschledde: Wir möchten vor Ort die Verlagerung der alltäglichen Welt ins Digitale begleiten. Dabei herrscht eine Art Aufbruchsstimmung, die sich bei Einzelhändlern, Gastronomen und Unternehmern gerade in den vergangenen Monaten gezeigt hat. Wir möchten auch in kleinen Städten einen Schnellzugriff auf den Service vor Ort und tägliche, relevante Nachrichteninhalte gewährleisten. Das Lokalbewusstsein hat sich hierdurch in den letzten Jahren deutlich gestärkt. 

Das Stadtgespräch: Mittlerweile habt ihr die Lokalpioniere gegründet, über die das Konzept auch als Lizenz vermarktet wird. Wie funktioniert das genau?

Alexander Martinschledde: Wir sind deutschlandweit durch Mein Rheda-Wiedenbrück und weitere Schwesterportale im Kreis Gütersloh der erfahrenste Anbieter in diesem Bereich. Wir haben nachhaltig investiert, um die Service-Technologien innerhalb der Plattform und der Apps jedes Jahr auszubauen. Mit dieser breiten Infrastruktur möchten wir auch weitere Städte in der Digitalisierung und Förderung der heimischen Wirtschaft unterstützen. Die Städte kontaktieren uns gerade jetzt, auf der Zielgeraden der Pandemie, besonders. 

Das Stadtgespräch: Zum Abschluss die obligatorische Frage nach den Zukunftsaussichten. Was ist Dein Wunsch für die nächsten zehn Jahre MeinRHWD?

Alexander Martinschledde: Es ist nicht abzusehen, wie genau sich das Verbraucherverhalten verändert und weiterentwickeln wird. Hohe Aufmerksamkeit und ein Gespür für Trends sind wichtige Voraussetzungen für ein interessantes Medium und gutes Marketing. Wir möchten mit unserem Stadtportal und unserer App weiterhin das Lokalbewusstsein in Rheda-Wiedenbrück fördern und das Leben mit smarten Handlungsemp-fehlungen vor Ort erleichtern. Aktuelle Veränderungen mit Lösungen am Puls der Zeit zu bedienen, ist unser großer Antrieb. Ich denke, da werden wir die nächsten zehn Jahre einiges zu tun haben. Wir freuen uns drauf!

Das Stadtgespräch:  Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Alexandra Bewermeier-Helms für das Stadtgespräch, Ausgabe Juni 2021.

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