17. März 2022 / Aus dem Rathaus

Gastfamilien für unbegleitete minderjährige Kinder und Jugendliche aus der Ukraine gesucht

Zuhause auf Zeit

In Verl haben bereits zahlreiche Flüchtlinge aus der Ukraine Zuflucht gefunden, vor allem Frauen mit Kindern. Das städtische Jugendamt stellt sich aber auch darauf ein, unbegleitete Minderjährige aufzunehmen – also Kinder und Jugendliche, die ohne ihre Eltern oder Erziehungsberechtigen auf der Flucht sind und in Verl ankommen. Dafür werden dringend Gastfamilien gesucht.

„Wir suchen zeitnah Familien, Paare und Einzelpersonen, die sich vorstellen können, einem geflüchteten Kind oder Jugendlichen aus der Ukraine ein Zuhause auf Zeit zu geben“, sagt Jugendamtsleiter Patrick Bullermann. „Vor und während der Unterbringung erfolgt eine enge Begleitung und Unterstützung durch das Jugendamt“, ergänzt er. Die Gastgeberinnen und Gastgeben sollten offen dafür sein, mit dem Jugendamt, dem Vormund des Kindes oder Jugendlichen sowie weiteren Beteiligten eng zusammenzuarbeiten. „Und die Gasteltern sollten bereit sein, sich auf einen jungen Menschen einzulassen, der seine eigenen Erfahrungen mitbringt – natürlich auch die Erfahrungen des Krieges und der Flucht“, betont Patrick Bullermann. Ein freies Kinder- bzw. Jugendzimmer sollte ebenso vorhanden sein wie die Bereitschaft, an Qualifizierungsmaßnahmen teilzunehmen.

„Die Kinder und Jugendlichen brauchen nach ihrer Flucht vor allem Sicherheit, Zuverlässigkeit und kontinuierliche Bezugspersonen“, macht Patrick Bullermann deutlich. Wer sich vorstellen kann, ein Kind oder einen Jugendlichen auf Zeit aufzunehmen, wird gebeten, sich an den Pflegekinderdienst des Verler Jugendamtes zu wenden. Ansprechpartnerinnen sind Vera Dultmeyer (Tel. 05246/961-276, vera.dultmeyer@verl.de) und Berit Rürup (Tel. 05246/961-283, berit.ruerup@verl.de).

Unabhängig von der Ukraine-Hilfe sucht das Jugendamt der Stadt Verl auch weiterhin Bereitschaftspflegefamilien für Kinder in Notsituationen. Auch hier stehen die genannten Mitarbeiterinnen für weitere Informationen und die Kontaktaufnahme zur Verfügung.

Quelle: Stadt Verl
Bild: Michael_Fotofeund

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