23. April 2024 / Aus aller Welt

Przewalski-Pferde aus Berlin fliegen nach Kasachstan

Die Wildpferde sollen in Kasachstan angesiedelt werden. An dem Projekt ist neben dem Berliner Tierpark auch der Prager Zoo beteiligt.

Die Przewalski-Pferde im Tierpark Berlin. Die Tiere sind nach ihrem Entdecker, dem russischen Forscher Nikolaj Przewalski, benannt.
Veröffentlicht am 23. April 2024 um 16:07 Uhr von dpa

Der Berliner Tierpark schickt vier Przewalski-Pferde auf große Reise nach Kasachstan. Die Tiere sollen dort in diesem Jahr mit vier weiteren Tieren aus dem Prager Zoo im staatlichen Naturschutzgebiet Altyn Dala (Goldene Steppe) ausgewildert werden, wie die Zoologischer Garten Berlin AG mitteilte. Das gemeinsame Ziel ist es, in den nächsten fünf Jahren mindestens 40 Pferde in ihrem natürlichen Lebensraum wieder anzusiedeln.

Ende April ziehen sechs Tiere in die Berliner Quarantäne. Anfang Juni werden die vier geeignetsten Tiere aus Berlin mit einem tschechischen Militärflugzeug vom Flughafen BER nach Kasachstan geflogen. Zeitgleich mit dem Transport aus Berlin wird sich die Herde mit vier Tieren aus dem Zoo Prag in einem tschechischen Militärflugzeug auf den Weg machen. Dort geht es in ein Akklimatisierungszentrum in der zentralasiatischen Steppe.

«Wir freuen uns außerordentlich, dass das Przewalski-Pferd nach Kasachstan zurückkehren wird. Das Urwildpferd war in den unendlichen winterkalten Grassteppen Kasachstans bereits ausgestorben. Nun kehrt es zurück und wird die wunderschöne, wilde Natur Kasachstans bereichern», wurde der Botschafter der Republik, Nurlan Onzhanov, in der Mitteilung zitiert. 

Das Przewalski-Pferd ist nach seinem Entdecker, dem russischen Forscher Nikolaj Przewalski, benannt. Zeitweise galt die Art, die sich vom Hauspferd unterscheidet, als fast ausgestorben. Inzwischen ist der Bestand durch gezielte Zucht wieder weltweit auf rund 2400 Tiere in Zoos und Zuchtstationen angewachsen. Przewalski-Pferde sind mit einer Schulterhöhe von 1,3 bis 1,5 Metern etwa so groß wie Ponys und sehr widerstandsfähig. Sie können sowohl in eisiger Kälte als auch in extremer Hitze leben.

Der Tierpark Berlin engagiert sich seit Mitte der 1980er-Jahre bei der Rückführung von Pferden in die Natur. Bislang wurden 16 im Tierpark geborene Pferde bereits Projekten in China und der Mongolei zur Verfügung gestellt, hieß es in der Mitteilung.


Bildnachweis: © Jens Kalaene/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Übersicht über aktuelle Baustellen im Stadtgebiet
Stadt Verl

Wann, wo und wie lange? Hier finden Sie Informationen über aktuelle Verkehrsbaustellen im Stadtgebiet. So können Sie...

weiterlesen...
Bürgerservice in den Sommerferien samstags geschlossen
Stadt Verl

Der Bürgerservice der Stadt Verl bleibt in den Sommerferien samstags geschlossen. Der letzte geöffnete Samstag vor den...

weiterlesen...
Flohmarkt für Baby- und Kindersachen am „Verler Leben“-Sonntag
Stadt Verl

Am „Verler Leben“-Sonntag, 6. September, lädt der beliebte Flohmarkt für Babyausstattung, Kinderkleidung und...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Retter in Kolumbien suchen nach Überlebenden des Erdbebens
Aus aller Welt

Autos schwanken, Fensterscheiben klirren, Gebäude stürzen ein. Nach dem Erdbeben ruft der neue Präsident den Notstand aus. Das ganze Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht klar.

weiterlesen...
Apple-Datenbrille: Flop im Wohnzimmer - Siegeszug im OP-Saal
Aus aller Welt

Wie die Apple-Datenbrille Vision Pro Chirurgen weltweit zu schnelleren und entspannteren OPs verhilft – und warum Apple trotzdem auf den Milliardenmarkt warten muss.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Retter in Kolumbien suchen nach Überlebenden des Erdbebens
Aus aller Welt

Autos schwanken, Fensterscheiben klirren, Gebäude stürzen ein. Nach dem Erdbeben ruft der neue Präsident den Notstand aus. Das ganze Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht klar.

weiterlesen...
Apple-Datenbrille: Flop im Wohnzimmer - Siegeszug im OP-Saal
Aus aller Welt

Wie die Apple-Datenbrille Vision Pro Chirurgen weltweit zu schnelleren und entspannteren OPs verhilft – und warum Apple trotzdem auf den Milliardenmarkt warten muss.

weiterlesen...