10. September 2022 / Aus aller Welt

Anekdoten über Charles: Bier, Magie... und jetzt das Wetter

Warum die Briten ihren neuen König und ehemaligen Prince of Wales in «Prince of Ales» umbenannten und er im Skiurlaub in den Schweizer Bergen schlechte Laune hatte.

Prinz Charles (M) spricht mit seinen Söhnen Harry (l) und William während eines Fototermins in der Nähe des Ferienorts Klosters (2005).

Königliche Hoheiten unterliegen oft einem strengen Protokoll. Als Thronfolger aber hat der neue britische König Charles III. das enge Korsett öfter mal verlassen. Besondere Momente:

«Grässliche Leute»

Kurz vor der Hochzeit mit Camilla im April 2005 platzt Charles beim Skiurlaub in den Schweizer Alpen der Kragen. Schlecht gelaunt murmelt er bei einem Fototermin mit seinen Söhnen William und Harry vor sich hin: «Grässliche Leute. Ich kann die nicht ab. Ich hasse sowas.» Als auch noch der BBC-Hofberichterstatter eine Frage stellt, raunt er: «Furchtbar, der Typ.»

«Prince of Ales»

Als sich der damalige Thronfolger mit dem Spruch «The pub is the hub» (etwa: «Der Pub ist der Mittelpunkt») vor allem für Gaststätten im ländlichen Raum stark macht, wählen ihn britische Parlamentarier aus dem parteiübergreifenden Arbeitskreis von Bierfreunden im November 2002 zum «Biertrinker des Jahres». Für die Medien wird der «Prince of Wales» kurzerhand zum «Prince of Ales».

Poundbury

In dem Öko-Dorf in der südenglischen Grafschaft Dorset will Charles die Stadtplanung an die Bedürfnisse des Menschen anpassen. Der scharfe Kritiker moderner Architektur zeigt mit Poundbury, das zur Stadt Dorchester gehört, seine Vorstellung des idealen ländlichen Idylls. 1993 wurde mit dem Bau begonnen, 2019 lebten rund 3800 Menschen dort. Nach Fertigstellung des Projekts im Jahr 2025 soll das Dorf Platz für 5800 Einwohner bieten.

Der Magier

Charles ist Mitglied im «The Magic Circle», dem etwa auch der Zauberer David Copperfield angehört. Über einen Trick mit Kugeln und Bechern findet Charles 1975 die Aufnahme in den prestigeträchtigen Londoner Zauberclub.

Weißweintank

Sein Aston Martin fährt mit Weißwein. Mit der Umrüstung des Oldtimers im Sommer 2008 auf Biokraftstoff aus der Überschussproduktion eines Winzers unterstreicht Charles seinen Einsatz für die Umwelt. Allerdings nutzt er den Sportwagen nicht regelmäßig. Normalerweise fahren Charles und Camilla einen Jaguar XJ Diesel. Zudem steht ihm ein Bentley von Scotland Yard zur Verfügung.

Der Wetterfrosch

Im Mai 2012 wird die Wettervorhersage Chefsache. Im schottischen Regionalprogramm der BBC treten Charles und Camilla vor die Wetterwand, doch müssen sie eine schlechte Botschaft überbringen: «Nass, kalt und windig» werde es. «Gott sei Dank ist kein Feiertag», fügt die Königliche Hoheit lachend hinzu. Anlass für den Besuch des Paares ist der 60. Jahrestag von BBC Schottland.

«Besser als Sex»

Im Interview mit dem US-Magazin «Time» eröffnet die britische Oscar-Gewinnerin Emma Thompson («Sinn und Sinnlichkeit») im Herbst 2013, dass es «besser als Sex» gewesen sei, mit Charles zu tanzen. Später präzisiert sie in einer Talkshow, dass sie damit nicht etwa Disco, sondern den klassischen Gesellschaftstanz meine. «Führe mich, wohin du auch willst, ich werde folgen», schwärmt sie.


Bildnachweis: © Arno Balzarini/Keystone/epa/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Tote bei Gewalttaten im Umfeld von Hochschulen in den USA
Aus aller Welt

Zwei Schauplätze, Tausende Kilometer voneinander entfernt: In den USA sind mehrere Menschen Gewalttaten auf oder nahe dem Campus von Universitäten zum Opfer gefallen.

weiterlesen...
Journalist und Sprachkritiker Wolf Schneider gestorben
Aus aller Welt

Was ist gutes Deutsch? Wolf Schneider hatte in seinen Büchern die Antwort parat. Er zählte zu den bekanntesten Journalisten des Landes, bildete Generationen von Medienschaffenden aus. Nun ist er gestorben.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Wermelskirchener Babysitter nennt seine Taten «abscheulich»
Aus aller Welt

Der 45-jährige Mann, der über Jahre Kinder sexuell missbraucht haben soll, hat sich erstmals vor Gericht geäußert. Mehr als 120 Taten werden ihm vorgeworfen.

weiterlesen...
«Frieden mit Natur» - Start von Weltnaturgipfel in Kanada
Aus aller Welt

30 Prozent der Land- und Meeresflächen sollen bis 2030 unter Schutz gestellt werden. Das Ziel ist ambitioniert - UN-Chef Guterres warnt, die Menschheit werde zur «Massenvernichtungswaffe».

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Wermelskirchener Babysitter nennt seine Taten «abscheulich»
Aus aller Welt

Der 45-jährige Mann, der über Jahre Kinder sexuell missbraucht haben soll, hat sich erstmals vor Gericht geäußert. Mehr als 120 Taten werden ihm vorgeworfen.

weiterlesen...
«Frieden mit Natur» - Start von Weltnaturgipfel in Kanada
Aus aller Welt

30 Prozent der Land- und Meeresflächen sollen bis 2030 unter Schutz gestellt werden. Das Ziel ist ambitioniert - UN-Chef Guterres warnt, die Menschheit werde zur «Massenvernichtungswaffe».

weiterlesen...