8. Juli 2022 / Aus aller Welt

Frankreich: Feuerwehr kämpft gegen ausufernde Waldbrände

In Südfrankreich lodert ein Waldbrand, der sich bereits durch 600 Hektar Naturfläche gefressen hat. Auch in anderen Teilen des Landes brennt es. Die Feuerwehr ruft zu höchster Vorsicht auf.

Feuerwehrleute versuchen, einen Waldbrand in der Nähe von Besseges in Südfrankreich zu löschen.
von dpa

Viele hundert Feuerwehrleute kämpfen in den Cevennen in Südfrankreich gegen einen ausufernden Waldbrand, der von heftigem Wind angefacht wird.

Rund 100 Menschen mussten im Bereich Bordezac bereits ihre Wohnungen verlassen, teilte die Präfektur in Nîmes in der Nacht zum Freitag mit. Die Bewohner anderer Ortschaften wurden aufgefordert, sich in ihren Häusern in Sicherheit zu bringen. Rund 600 Hektar Naturfläche verbrannten bereits. Zehn Löschflugzeuge waren im Einsatz. Die Zahl der mobilisierten Feuerwehrleute sollte am Freitag auf 950 und die der Löschfahrzeuge auf 140 erhöht werden.

Auswirkungen und Ursachen

Auch an etlichen anderen Stellen in Südfrankreich kämpften die Feuerwehren gegen nach anhaltender Trockenheit auflodernde Brände in der Natur. Am Stadtrand von Arles waren 120 Feuerwehrleute mit Löschflugzeugen und einem Hubschrauber im Einsatz. Acht Wohnhäuser seien durch die Flammen zerstört worden ebenso wie Lagerbestände von Firmen in einem Industriegebiet und Fahrzeuge mehrerer Autohändler, berichtete die örtliche Zeitung «La Provence». Der Brand sei vom sogenannten Mistral-Wind angefacht worden, hieß es.

«Das ist ein Wind, der die Eigenschaft hat, die Vegetation stark auszutrocknen und sie somit anfälliger für Feuer zu machen und deren Ausbreitung zu begünstigen», sagte Feuerwehrchef David Gaidet der Zeitung. Wegen der frühen und anhaltenden Trockenheit in diesem Jahr sei die Natur Anfang Juli bereits so ausgetrocknet, wie sonst erst Anfang August. Höchste Vorsicht sei geboten, denn neun von zehn Waldbränden würden fahrlässig von Menschen ausgelöst, etwa durch weggeworfene Zigarettenkippen oder das Grillen in der Natur. Der Zugang zu den meisten Forstgebieten im Gebirge wurde verboten.


Bildnachweis: © Sylvain Thomas/AFP/dpa
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